28 March 2026, 16:09

100 Jahre altes Schulgeländer löst teure 24-Stunden-Bewachung aus

Schwarzes und weißes Foto einer Treppe mit einem linken Geländer, einer Wand im Hintergrund, einem Boden unten und einer Tür in der Mitte, die wie ein Safe aussieht.

100 Jahre altes Schulgeländer löst teure 24-Stunden-Bewachung aus

Ein 100 Jahre altes Geländer an einer Frankfurter Grundschule hat eine ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahme ausgelöst. Die Brüstung, die lediglich sieben Zentimeter kürzer ist als von den Vorschriften gefordert, erfordert nun eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung. Das Problem kam bei einer Routineinspektion Anfang dieses Jahres ans Licht – obwohl es über ein Jahrzehnt lang übersehen worden war.

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Das Geländer in der Frauenhofschule misst 103 Zentimeter und unterschreitet damit das in den Muster-Richtlinien für Schulbauten festgelegte Mindestmaß von 110 Zentimetern. Diese Regeln, die zuletzt 2009 aktualisiert wurden, schreiben vor, dass alle Schulgeländer die Höhevorgaben erfüllen müssen. Dennoch hatte die Stadt die Brüstung seit mindestens 2010 als konform eingestuft.

Seit Montag sind zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus im Einsatz, um den Bereich zu überwachen. Sie wechseln sich in Schichten an verschiedenen Posten ab, um eine durchgehende Beaufsichtigung zu gewährleisten. Der Einsatz kostet derzeit rund 13.700 Euro pro Woche. Selbst in den anstehenden Osterferien bleiben Wachen im Dienst – wenn auch mit reduziertem Personalaufwand.

Die kommissarische Schulleiterin Solmaz Heidlindemann wurde erst vergangenen Freitag über die Situation informiert. Sie schlug vor, dass eine einfache und kostengünstige Lösung das Geländer hätte sichern können. Bei einem Vor-Ort-Termin am Montag soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Die Stadt ist verpflichtet, alle gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsstandards einzuhalten – einschließlich der Geländerhöhen. Dennoch war die Brüstung über 14 Jahre lang unbeanstandet geblieben, bis die jüngste Inspektion sie als nicht konform einstuft.

Die Schule muss nun weiterhin Sicherheitskosten tragen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Während der Ferien werden die Wachen zwar mit weniger Personal im Treppenhaus patrouillieren, doch erst in der kommenden Woche sollen Beamte beraten, wie das Geländer nachgerüstet werden kann.

Quelle