23 May 2026, 14:12

30 Autor:innen brechen mit Westend Verlag wegen rechtsextremer Nähe

Autoren Distanzieren Sich vom Verlag

30 Autor:innen brechen mit Westend Verlag wegen rechtsextremer Nähe

Eine Gruppe von 30 Autor:innen hat sich öffentlich vom Westend Verlag, einem in Neu-Isenburg bei Frankfurt ansässigen Verlag, distanziert. In einem offenen Brief kritisieren sie die Veröffentlichung des neuen Buches „Links – Deutsch / Deutsch – Links“, in dem ihrer Ansicht nach Beiträge von Personen enthalten sind, die der rechtsextremen AfD nahestehen.

Unter den Unterzeichnenden befinden sich Autor:innen der taz sowie der ehemalige linke Politiker Gregor Gysi.

Der Streit dreht sich um den von Julian Reichelt und Pauline Voss herausgegebenen Band „Links – Deutsch / Deutsch – Links“. Die Unterzeichner werfen dem Verlag vor, sein Programm damit „bis weit nach rechts außen“ auszuweiten. Sie werfen Westend einen ideologischen Kurswechsel vor und erklären, künftig nicht mehr mit dem Verlag zusammenarbeiten zu wollen.

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Obwohl die Autor:innen das Recht des Verlages anerkennen, solche Titel zu veröffentlichen, bestehen sie auf ihrem eigenen Recht, sich davon zu distanzieren. Im Brief betonen sie, dass sie sich nicht mit einem Unternehmen identifizieren können, das Positionen verbreitet, die sie ablehnen.

Der Westend Verlag verteidigte daraufhin seine Entscheidung. Der Verlag erklärte, dass vielfältige und kontroverse Standpunkte für eine offene Debatte essenziell seien. Gleichzeitig betonte man, dass Gespräche mit den Autor:innen weiterhin möglich seien und man zu einem Dialog bereitstehe.

Der Konflikt zeigt die Spannungen zwischen Autor:innen und ihrem Verlag über politische Grenzen auf. Während Westend an seiner Haltung zu freier Debatte festhält, haben die Unterzeichner die Zusammenarbeit beendet. Die Auseinandersetzung könnte künftige Verlagsentscheidungen beeinflussen.

Quelle