40 Jahre Frauenhören: Aschaffenburg kämpft weiter gegen Gewalt und für Selbstbestimmung
Gustav Jacob40 Jahre Frauenhören: Aschaffenburg kämpft weiter gegen Gewalt und für Selbstbestimmung
40 Jahre Aschaffenburger Frauenhören: Ein Aufruf zu Selbstbestimmung und einem Ende der Gewalt gegen Frauen
Im März 2026 beging das Aschaffenburger Frauenhören sein 40-jähriges Jubiläum mit einem erneuten Appell für Selbstbestimmung und ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Der runde Geburtstag fiel zusammen mit der diesjährigen Kampagne "Rund um den Internationalen Frauentag", die vom Büro für Chancengleichheit der Kreisverwaltung organisiert wurde. Zu den Veranstaltungen zählten eine Vernissage, ein Benefizkonzert sowie ein feministisch-literarischer Abend, an dem 55 Personen teilnahmen.
Die Kampagne startete Anfang März und umfasste Diskussionsrunden, Filmvorführungen und eine Lesung. Besonders Aufmerksamkeit erregten die Vernissage und das Benefizkonzert. Die Organisator:innen warben über soziale Medien für die Veranstaltungen und teilten Quizfragen sowie Fakten zu Sexismus, um das Bewusstsein für das Thema zu schärfen.
Der Landkreis erweiterte zudem seine Initiative der "Roten Bänke" und stellte eine weitere Bank im Bürgerpark Ringheim in Großostheim auf. Damit gibt es nun zehn dieser Bänke im gesamten Kreisgebiet – jede als sichtbares Mahnmal gegen häusliche und sexualisierte Gewalt. Gleichzeitig informieren sie über lokale Hilfsangebote für Betroffene.
Der Internationale Frauentag, 1910 von Clara Zetkin erstmals vorgeschlagen, stand im Mittelpunkt der Kampagne. Zwar wurden Fortschritte bei den Frauenrechten erzielt, doch die Veranstaltungen machten deutlich: Vollständige Gleichberechtigung ist noch immer nicht erreicht. Das Frauenhören blickt auf vier Jahrzehnte engagierter Arbeit zurück und bekräftigte sein Versprechen, weiter für eine gerechtere Zukunft zu kämpfen.
Der feministisch-literarische Abend, veranstaltet in Kooperation mit den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg sowie der Stadt Aschaffenburg, brachte 55 Teilnehmende zusammen. Die Zusammenarbeit unterstrich das regionale Engagement, sich den anhaltenden Herausforderungen auf dem Weg zur Gleichstellung zu stellen.
Die Kampagne 2026 endete mit einem gestärkten Unterstützungsnetzwerk und einer höheren öffentlichen Beteiligung. Zehn rote Bänke stehen nun im gesamten Kreis – als Mahnmal und Anlaufstelle für Hilfesuchende. Das 40-jährige Jubiläum des Frauenhörens festigte seinen Einsatz gegen Gewalt und für die Verwirklichung echter Gleichberechtigung.






