Abwassergebühren steigen 2024 stark – was Haushalte jetzt zahlen müssen
Liesbeth KuhlAbwassergebühren steigen 2024 stark – was Haushalte jetzt zahlen müssen
Abwassergebühren in der Stadt steigen ab 1. Januar 2024 deutlich an
Der Stadtrat hat nach Jahren niedriger Gebühren neue Tarife beschlossen, getrieben durch stark gestiegene Kosten und schwindende Rücklagen. Haushalte und Unternehmen müssen künftig mehr für die Abwasserentsorgung, die Regenwasserbewirtschaftung und die Entleerung von Klärgruben zahlen.
Die bisherigen Gebühren für den Zeitraum 2021–2023 lagen auf dem niedrigsten Stand seit 2012. Dies war nur dank beträchtlicher Rücklagen möglich, die nun bis Ende 2023 aufgebraucht sind. Krisen, Lieferengpässe und explodierende Ausgaben haben die Betriebskosten weit über die ursprünglichen Prognosen steigen lassen.
Hauptgründe für die Erhöhung sind stark gestiegene Baukosten, energieintensive Betriebsabläufe und höhere Personalkosten. Auch die Transportkosten sind angestiegen, während sich die Preise für essenzielle Materialien wie Flockungsmittel seit 2022 fast verdoppelt haben. Zudem muss eine verpflichtende Erweiterung der Kläranlage um 25 Millionen Euro in den neuen Vierjahres-Finanzplan aufgenommen werden.
Die neuen Gebühren im Überblick: - Die Abwassergebühr steigt von 1,65 Euro auf 2,28 Euro pro Kubikmeter. - Der Regenwasserbeitrag erhöht sich von 0,69 Euro auf 0,85 Euro pro Quadratmeter. - Die Entleerung privater Klärgruben wird teurer: von 15,60 Euro auf 26,94 Euro pro Kubikmeter.
Die Anlage verarbeitet Haushaltsabwässer, Industrieabwässer und Regenwasser, wobei die Gebühren sämtliche Entsorgungskosten decken – Steuerzuschüsse sind nicht vorgesehen.
Die neuen Tarife treten am 1. Januar 2024 in Kraft. Die höheren Einnahmen sollen dringend benötigte Modernisierungen finanzieren und die gestiegenen Betriebskosten decken. Da keine Rücklagen mehr zur Kostendeckung zur Verfügung stehen, spiegeln die Erhöhungen die vollen Aufwendungen für die Aufrechterhaltung des städtischen Abwassersystems wider.






