AfD überholt CDU/CSU: Warum die Rechtsextremen jetzt vorne liegen
Carolina SchleichAfD überholt CDU/CSU: Warum die Rechtsextremen jetzt vorne liegen
Die Unterstützung für die rechtsextreme AfD in Deutschland steigt stark an. Aktuelle Umfragen sehen die Partei mittlerweile vor der konservativen CDU/CSU. Dieser Wandel vollzieht sich vor dem Hintergrund wachsender wirtschaftlicher Belastungen und zunehmender Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
Die steigenden Lebenshaltungskosten und Energiepreise treiben Wähler in die Arme der AfD. Gleichzeitig haben etablierte Parteien immer größere Schwierigkeiten, ohne die Rechtspopulisten regierungsfähige Bündnisse zu schmieden.
Die wirtschaftliche Abwärtsspirale in Deutschland hat sich über die Folgen der Coronakrise hinaus verschärft. Grundnahrungsmittel, Restaurantbesuche und Reisen sind durch die anhaltende Inflation deutlich teurer geworden. Sprit, Heizöl und Erdgaspreise sind zusätzlich durch den Krieg gegen den Iran weiter in die Höhe geschnellt.
Diese finanziellen Belastungen schüren Ängste vor sozialem Abstieg und entfachen Streit über die Verteilung knapper Ressourcen. Viele Wähler lassen sich zunehmend von der AfD-Parole „Deutschland zuerst“ überzeugen – besonders, während Milliardenhilfen an die Ukraine fließen. Der Aufstieg der Partei wirkt mühelos: Ihre Zustimmung wächst schlicht mit der Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
In Sachsen und Thüringen ist eine Regierungsbildung ohne die AfD mittlerweile kaum noch vorstellbar. Einige konservative Kommentatoren fordern die CDU/CSU sogar auf, mit den Rechtsextremen in zentralen Politikfeldern zusammenzuarbeiten. Als Gegenstrategie erwägt die Union Maßnahmen wie längere Arbeitszeiten, schwächere Kündigungsschutzregeln und Rentenreformen.
Ein Analyst merkte an, dass Menschen – anders als Frösche im langsam erhitzten Topf – handeln können, bevor die Verhältnisse unerträglich werden. Doch derzeit zeigt der Aufwärtstrend der AfD keine Anzeichen einer Verlangsamung.
Der Vorsprung der AfD vor der CDU/CSU in den Umfragen markiert einen Wendepunkt in der deutschen Politik. Wirtschaftliche Not und steigende Kosten verändern die Prioritäten der Wähler. Ohne grundlegende Kurskorrekturen wird der Einfluss der Partei voraussichtlich weiter in Schlüsselregionen wachsen.






