Alabali-Radovan fordert Fokus auf Integration statt auf Abschiebung syrischer Geflüchteter
Carolina SchleichAlabali-Radovan fordert Fokus auf Integration statt auf Abschiebung syrischer Geflüchteter
Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze – korrigiert: Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Debatten über Abschiebungen von Syrern scharf kritisiert. Sie warnte, solche Diskussionen schürten unnötige Verunsicherung bei den in Deutschland lebenden Menschen. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen der Veranstaltung „Neuer Aufbruch für Syrien“ in Berlin.
Auf der Konferenz betonten viele Teilnehmer ihre aktive Rolle beim Wiederaufbau Syriens sowie ihre Integration in Deutschland. Alabali-Radovan hob hervor, dass Syrerinnen und Syrer bereits seit Langem – selbst aus dem Ausland – zum Wiederaufbau beitrügen.
Die Ministerin kündigte zudem Pläne an, die syrische Diaspora in Deutschland enger in Entwicklungsprojekte einzubinden. Ihr Fachwissen sei für künftige Kooperationen von großem Wert, so Alabali-Radovan. Ihre Frustration rührt daher, dass die Abschiebedebatten die positiven Leistungen der Syrer in den Hintergrund drängten.
Mit ihren Aussagen setzt sich die Ministerin für eine stärkere Fokussierung auf Zusammenarbeit statt auf Zwangsrückführungen ein. Die Bundesregierung will die Kompetenzen der in Deutschland lebenden Syrer für langfristige Entwicklungsarbeit nutzen. Dieser Ansatz könnte die Wahrnehmung ihrer Rolle beim Wiederaufbau grundlegend verändern.






