06 May 2026, 05:20

Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne am 23. März

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Menge, die Steuerzahler seit Medicare niedrigere Arzneimittelpreise aushandeln kann" mit einem Logo.

Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne am 23. März

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf bundesweite Schließungen und Kundgebungen am 23. März vor. Die Proteste zielen darauf ab, höhere Löhne durchzusetzen – viele kritisieren die aktuellen Gehälter im Apothekenbereich scharf. Eine der führenden Stimmen, Dr. Christian Fehske, liegt bereits im Clinch mit Vertretern der Krankenkassen.

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Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, äußert sich seit Langem öffentlich zum Streit um die Bezahlung. Er hinterfragt die Einstiegsgehälter für Pharmazeutisch-technische Assistenten, Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte und Apotheker – diese lägen im Vergleich zu anderen Berufen deutlich zu niedrig. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, beantragte er beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) die Genehmigung, ein Foto für Protestplakate zu nutzen. Der Verband lehnte ab mit der Begründung, individuelle Anfragen aufgrund der Mediennachfrage nicht bearbeiten zu können.

Fehske forderte den GKV-Spitzenverband zudem auf, die finanziellen Auswirkungen einer siebenprozentigen Lohnerhöhung für AOK-Mitarbeiter offenzulegen. Seine Schätzung: Die Umsetzung würde die Kassen jährlich etwa eine Viertelmilliarde Euro kosten. Doch auch hier blieb eine konkrete Antwort aus.

Die geplanten Proteste richten sich nicht gegen die Bundesregierung oder Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), sondern zielen auf die Krankenkassen und ihre Rolle in den Tarifverhandlungen. Apotheker werden ihre Geschäfte schließen und sich an zentralen Orten versammeln, um faire Bezahlung zu fordern.

Am 23. März bleiben Apotheken geschlossen, während sich die Belegschaften für höhere Löhne zusammenschließen. Fehskes Versuche, mit dem GKV-Spitzenverband in Dialog zu treten, blieben bisher ergebnislos. Ohne eine Lösung in Sicht könnten die Proteste den Druck auf die Krankenkassen erhöhen, ihre Haltung zu überdenken.

Quelle