Aprilscherze in der Rhein-Main-Region: Von Riesling-Weinbädern bis zu denkmalgeschützten Baustellen
Liesbeth KuhlAprilscherze in der Rhein-Main-Region: Von Riesling-Weinbädern bis zu denkmalgeschützten Baustellen
Am 1. April sorgte eine Welle harmloser Scherze in der Rhein-Main-Region für Heiterkeit
Dieses Jahr brachten Aprilscherze in der Rhein-Main-Region eine Flut kreativer Streiche – von erfundenen Karrierewechseln bis zu absurden Baubestimmungen. Lokale Persönlichkeiten und Einrichtungen überboten sich mit einfallsreichen Scherzen, darunter auch ambitionierte Wellness-Projekte, die an die berühmte Weinkultur der Region anknüpften.
In Oestrich-Winkel kündigte Schloss Vollrads den Bau einer Luxus-Therme mit mineralstoffreichem Quellwasser und Vinotherapie-Behandlungen an. Das Weingut behauptete, das Projekt werde den Ort zu einem Wellness-Hotspot machen – inklusive Riesling-Weinbäder. Der ausgeklügelte Scherz ging so weit, dass sogar von einem Rotwein-Wirbelpool die Rede war, den angeblich ein ortsansässiger Winzer erfunden habe.
Unterdessen erklärte der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU) in Mainz alle Baustellen der Stadt – darunter das Rathaus und das Gutenberg-Museum – kurzerhand zu denkmalgeschützten Kulturstätten. Mit augenzwinkernder Ernsthaftigkeit schlug er vor, Neubauten einzufrieren, um sie als historische Wahrzeichen zu erhalten. Der scheinbar seriöse Vorschlag sorgte für verwirrte Blicke.
Auch Politik und öffentlicher Dienst blieben nicht verschont: Der FDP-Politiker Thomas A. Klann aus Mainz inszenierte am 1. April seinen spektakulären Rücktritt – nur um Stunden später zu verraten, dass es sich um einen Scherz handelte. In der Nähe präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler ihr neuestes Mitglied: ein Feuerwehrpferd, komplett mit einem parodistischen Ausbildungsvideo. Für Lacher sorgte zudem die Meldung, der beliebte Metzger Peter sei zum Küchenchef des Fußballclubs Mainz 05 aufgestiegen – eine Position, die er offenkundig nie antreten wollte.
Die Scherze zeigten den spielerischen Charakter der Region, wobei vor allem die weinbezogenen Wellness-Ideen und die Baustellen-Satire herausstachen. Zwar entpuppten sich alle Ankündigungen als Fiktion, doch bescherte sie den Bewohnern einen Tag voller Lachen und Spekulationen. Am Ende bestätigten alle Scherzbolde, dass ihre Geschichten nur dem Aprilscherz geschuldet waren.






