Banken testen Echtzeit-Währungstransfers mit Blockchain-Projekt Pangea
Malte KrauseBanken testen Echtzeit-Währungstransfers mit Blockchain-Projekt Pangea
Eine Gruppe großer Finanzinstitute hat mit der Erprobung eines neuen Systems für sofortige internationale Währungstransfers begonnen. Das Pilotprojekt mit dem Namen Project Pangea zielt darauf ab, Transaktionen noch am Tag ihres Eingangs abzuwickeln. Chainlink arbeitet gemeinsam mit Banken an der Entwicklung der Infrastruktur für dieses auf Stablecoins basierende Devisennetzwerk.
Project Pangea ermöglicht den direkten Austausch zwischen regulierten digitalen Versionen des Euro und des südkoreanischen Won. Durch synchronisierte Payment-versus-Payment-Mechanismen (Zahlung-gegen-Zahlung) wird sichergestellt, dass die Überweisungen abgesichert erfolgen. Die Blockchain-Technologie hinter der Abwicklungsplattform stammt von FairSquareLab und läuft auf dem Pangea-Layer-1-Netzwerk.
Chainlink spielt dabei eine zentrale Rolle, indem es traditionelle Swift-Systeme mit dezentralen Registertechnologien (Distributed-Ledger-Netzwerken) verknüpft. Das Unternehmen stellt Datenfeeds bereit, gewährleistet die Kompatibilität zwischen den Netzwerken und koordiniert die Transaktionen. An der Zusammenarbeit beteiligt ist ein Bankenkonsortium, das diesen neuen Ansatz im Devisenhandel testet.
Das System ist für T+0-Abwicklung ausgelegt – Transaktionen werden also in Echtzeit abgeschlossen. Dies stellt einen Wandel gegenüber den aktuellen Bearbeitungszeiten von mehreren Tagen im herkömmlichen Bankwesen dar.
Das Pilotprogramm zeigt, wie regulierte digitale Währungen grenzüberschreitende Zahlungen beschleunigen können. Bei Erfolg könnte es Verzögerungen und Kosten bei internationalen Überweisungen deutlich reduzieren. Die beteiligten Finanzinstitute werden die Leistung des Systems evaluieren, bevor eine breitere Einführung erfolgt.






