06 May 2026, 06:16

BASF gibt Hydrosulfit-Produktion in Ludwigshafen auf und verkauft an Silox

Schwarz-weiß-Zeichnung eines Fabrikinneren mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, tragenden Säulen, Fenstern und einer Decke, unterzeichnet mit "Die Geschichte der Textilindustrie" unten.

BASF gibt Hydrosulfit-Produktion in Ludwigshafen auf und verkauft an Silox

BASF stellt Produktion von Hydrosulfit in Ludwigshafen ein

Nach einer strategischen Überprüfung seines Portfolios hat BASF die Herstellung von Hydrosulfit am Standort Ludwigshafen eingestellt. Das Unternehmen hat nun zentrale Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Chemikalienbereich an Silox verkauft, einen Spezialisten für Produkte auf Basis von Natriumhydrosulfit. Der Deal markiert eine Neuausrichtung von BASF und stärkt gleichzeitig die globalen Kapazitäten von Silox.

Die Vereinbarung zwischen BASF und Silox umfasst geistiges Eigentum, Produktionsanlagen und technisches Know-how. Zudem sind spezielle Behälter sowie Markenrechte für die Hydrosulfit-Herstellung Teil des Pakets. Die Chemikalie spielt eine entscheidende Rolle in Branchen wie Textil und Papier, wo sie als Reduktionsmittel in Färbeprozessen und als Bleichzusatz in der Zellstoffverarbeitung eingesetzt wird.

Silox, ein Unternehmen mit über 70 Jahren Erfahrung, betreibt Standorte in Belgien, Indien und Kanada und ist bereits führend in der Produktion von Natriumhydrosulfit-basierten Mitteln. Jean-Christophe Bogaert, Geschäftsführer der Silox-Gruppe, betonte, dass der Deal das langfristige Engagement des Unternehmens in den Bereichen Papier und Textil unterstreicht. Gleichzeitig verbessere er die Fähigkeit, hochwertige Hydrosulfite weltweit anzubieten.

Trotz dieser Veränderung bleibt BASF ein wichtiger Lieferant weiterer anorganischer Chemikalien in Ludwigshafen – darunter Alkoholate, Sulfite und Stickstoffsalze. Damit sichert das Unternehmen die Bedeutung des Standorts als zentralen Produktionshub.

Die Übernahme festigt Silox’ Position als vertrauenswürdiger globaler Partner für Hydrosulfit-Produkte. BASF hingegen konzentriert sich weiterhin auf andere Kernbereiche der chemischen Produktion in Ludwigshafen. Die Transaktion spiegelt die Bemühungen beider Unternehmen wider, ihre Portfolios an die Marktnachfrage anzupassen.

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