Bauwirtschaft zeigt 2024 erste Erholungszeichen – doch Materialkosten dämpfen Optimismus
Gustav JacobBauwirtschaft zeigt 2024 erste Erholungszeichen – doch Materialkosten dämpfen Optimismus
Die Bauwirtschaft zeigt im frühen Jahr 2024 erste Anzeichen einer Erholung nach einer längeren Flaute. Sowohl die Umsätze als auch die Neuaufträge im Wohnungsbau haben im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, doch die kumulierten Werte der ersten vier Monate liegen weiterhin unter denen von 2023.
Im April 2024 stieg der Umsatz im Wohnungsbau um 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Neuaufträge um 8,9 Prozent zunahmen. Über die ersten vier Monate betrachtet, blieb der Umsatz jedoch 4,6 Prozent unter dem Niveau von 2023, während die kumulierten Neuaufträge um 1,8 Prozent anstiegen.
Auch der Gewerbe- und Industriebau verzeichnete ein Wachstum: Im April kletterten die Umsätze um 6,8 Prozent, die Neuaufträge legten um 2,6 Prozent zu. Die Umsätze im öffentlichen Bau stiegen im selben Monat um 5,3 Prozent. Der Tiefbau blieb dabei in allen drei Hauptsegmenten ein zentraler Umsatzträger.
Die Materialkosten sind deutlich angestiegen – so kletterten die Preise für Bitumen im Mai 2026 um 31,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei Holz, Metallen und mineralischen Baustoffen wurden starke Preisanstiege verzeichnet.
Die Entwicklung der Branche zeigt gemischte Tendenzen: Zwar brachten der April Zuwächse bei Umsätzen und Aufträgen, doch die ersten vier Monate hinken dem Vorjahresniveau noch hinterher. Die steigenden Materialkosten könnten das künftige Wachstum belasten, da die Preise für wichtige Vorleistungen weiter anziehen.
