Belfast brennt: Wie ein brutaler Straßenangriff zu rassistischen Krawallen eskalierte
Gustav JacobBelfast brennt: Wie ein brutaler Straßenangriff zu rassistischen Krawallen eskalierte
In Belfast ist es nach einem brutalen Straßenangriff zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Ein Video des Überfalls verbreitete sich rasant im Internet und löste Krawalle gegen Migrantengemeinden aus. In den folgenden Tagen wurden Wohnhäuser und Geschäfte angegriffen.
Auslöser der Unruhen war ein mutmaßlicher Angriff des sudanesischen Staatsbürgers Hadid Allodid, bei dem der Schotte Stephen Ogilvie auf offener Straße fast enthauptet worden sein soll. Aufnahmen der Tat verbreiteten sich schnell in sozialen Medien und schürten Wut und Proteste.
Anschließend teilte Elon Musk auf seiner Plattform X einen Aufruf des Rechtsextremen Tommy Robinson zu Demonstrationen. Musk schrieb, nur laute und wiederholte Proteste könnten etwas bewirken. Der deutsche Sender ZDF warf Musk später vor, in Nordirland einen Bürgerkrieg anzustacheln.
Die Sendung ZDF heute live widmete dem Thema eine 30-minütige Reportage. Darin machte sie Musk und die rechtsextreme Figur Tommy Robinson für die Gewalteskalation verantwortlich. Später räumte das ZDF jedoch ein, dass seine Berichterstattung aufgrund unklarer Formulierungen irreführend gewesen sei.
Die Ausschreitungen in Belfast steigerten sich bis hin zu Brandanschlägen. Während der Krawalle wurden Wohnungen von Migranten sowie ein afrikanisch geführter Supermarkt angegriffen. Die Gewalt hat Teile Belfasts in Alarmbereitschaft versetzt. Die Behörden ermitteln nun wegen der Angriffe und der Rolle von Online-Hetzerei. Das ZDF hat seine früheren Aussagen zur Verantwortung für die Unruhen inzwischen präzisiert.






