Berlin führt digitales Mietregister gegen überhöhte Wohnkosten ein
Berlins rot-schwarze Koalition führt vor der Sommerpause ein digitales Mietregister ein. Der Schritt ist Teil des Wohnsicherheitsgesetzes, das am 2. Juli verabschiedet werden soll. Das Register soll für mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgen und überhöhte Mietpreise bekämpfen.
In dem Register werden alle Mietwohnungen der Stadt erfasst – mit Angabe der Adresse, Wohnfläche, Zimmerzahl und der Nettokaltmiete. Ziel ist es, zu überprüfen, ob die Mieten die gesetzlichen Grenzen einhalten.
Nach den neuen Regeln dürfen Neuvermietungen die ortsübliche Vergleichsmiete um nicht mehr als 10 % überschreiten. Liegt die Miete mehr als 20 % über dem Richtwert, gilt sie als überhöht und wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. Bei extrem überteuerten Mieten – also 50 % oder mehr über der Vergleichsmiete – kann sogar eine Straftat vorliegen.
Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte, dass sich gesetzestreue Vermieter keine Sorgen machen müssten. Die Koalition geht davon aus, dass das Register Streitigkeiten verringert und Mietern langwierige Rechtsstreitigkeiten erspart. Es könnte zudem als Vorbild für andere Bundesländer dienen und markiert eine bedeutende Wende in der Mietenpolitik.
Das Mietregister ermöglicht den Behörden, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. Es soll überzogene Mietforderungen eindämmen und sowohl Mietern als auch Vermietern klarere Orientierung bieten. Das System tritt in Kraft, sobald das Wohnsicherheitsgesetz offiziell verabschiedet ist.






