Berliner Polizist fälschte Sportabzeichen für Beförderung und kassierte jahrelang zu viel Gehalt
Carolina SchleichBerliner Polizist fälschte Sportabzeichen für Beförderung und kassierte jahrelang zu viel Gehalt
Ein Berliner Polizist muss sich wegen Urkundenfälschung vor Gericht verantworten, nachdem er ein gefälschtes Sportabzeichen vorgelegt hatte, um eine Beförderung zu erschleichen. Die Täuschung führte zu einer unrechtmäßigen Gehaltserhöhung und hat weitere Ermittlungen ausgelöst. Der Fall wird nun vor dem Amtsgericht Tiergarten verhandelt.
Im Jahr 2020 reichte der Beamte gefälschte Unterlagen ein, in denen er behauptete, das Deutsche Sportabzeichen in Gold erworben zu haben. Auf dieser Grundlage wurde er befördert und erhielt eine höhere Besoldung. Durch den Betrug entstand der Berliner Polizei ein Schaden von etwa 7.700 Euro.
Bis Mai 2026 wird sich der finanzielle Gesamtschaden seiner Täuschung voraussichtlich auf rund 11.600 Euro belaufen. Zudem wird dem Beamten vorgeworfen, in zwei weiteren Fällen Betrug begangen zu haben, indem er fälschlich Arbeitsunfähigkeit vortäuschte. Spätere Untersuchungen ergaben, dass er durchaus dienstfähig war.
Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro, um sowohl die Kosten für das gefälschte Abzeichen als auch die unberechtigten Krankengeldansprüche auszugleichen. Die Berliner Polizei hat zudem interne Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet.
Der Beamte muss sich wegen der Urkundenfälschung und des damit zusammenhängenden Betrugs vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung müsste er den von der Staatsanwaltschaft geforderten Gesamtbetrag zurückerstatten. Der Fall zeigt die finanziellen und beruflichen Konsequenzen seines Handelns auf.






