Berlins Kulturschaffende kämpfen mit Großoffensive um die Wahl 2024
Berlins Kulturszene startet Großoffensive vor der Wahl
Mit der Aktionswoche „Berlin ist Kultur“ geht die Hauptstadt-Kulturszene in die politische Offensive, um die anstehende Berliner Wahl mitzugestalten. Künstler:innen, Politiker:innen und Aktivist:innen bündeln ihre Kräfte, um kulturelle Themen in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken.
Den Auftakt bildete die Veröffentlichung der „Berliner Erklärung“, die fordert, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitzustellen. Zu den konkreten Forderungen gehört unter anderem die Initiative „Kunstbildung stärken!“ – Teil einer Reihe von „Wahl-Prüfsteinen“, an denen sich Kandidat:innen messen lassen müssen.
Prominente Unterstützer:innen beteiligen sich an der Kampagne. Ronja Losert und Bertram von Boxberg, die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, nahmen an den Veranstaltungen teil. Auch Katharina Marg, Bezirksverordnete der Linken, war vor Ort. Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, berichtete in einer persönlichen Anekdote, wie das Theater sein Leben mit 14 Jahren in Paderborn geprägt habe. Gleichzeitig kritisierte er die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich als Fehler und warnte vor der drohenden Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße.
Tom Streidel äußerte Besorgnis über mögliche Pläne, das Maxim-Gorki-Theater zugunsten der Opernstiftung abzuwickeln. Unter dem Motto „#deineStimmefürKultur – Am 20. September liegt die Wahl bei dir“ ruft die Kampagne die Wähler:innen auf, bei ihrer Stimmabgabe die Kulturpolitik mitzudenken.
Ziel der Aktionswoche ist es, die Wahl durch die Fokussierung auf Kulturförderung zu beeinflussen. Mit der Erklärung und öffentlichen Stellungnahmen von Künstler:innen und Politiker:innen wird Druck auf die Kandidat:innen ausgeübt, sich zu den Forderungen der Branche zu bekennen. Ob diese Prioritäten gesetzt werden, entscheiden die Berliner:innen am 20. September an der Wahlurne.






