08 May 2026, 00:19

Berufsrentenkassen in der Krise: Warum die VZB jetzt um Reformen kämpft

Schwarz-weiß-Anzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, im Stil einer alten Zeitung gedruckt.

Berufsrentenkassen in der Krise: Warum die VZB jetzt um Reformen kämpft

Deutsche Berufsrentenkassen stecken in einer sich verschärfenden Krise: Riskante Anlagen führen zu Millionenverlusten. Besonders in den Fokus gerückt ist die Versorgungseinrichtung der Zahnärztekammer Berlin (VZB). Branchenvertreter fordern nun dringend Reformen, um Stabilität und Vertrauen in das System wiederherzustellen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Verband der berufsständischen Versorgungswerke (ABV) kritisiert die zögerliche Reaktion auf die finanziellen Probleme der VZB scharf. Warnend heißt es, öffentliche Streitigkeiten untergrüben das Vertrauen in die spezielle Altersvorsorge für Freiberufler. Der ABV befürchtet, dass der Fall VZB eine breitere Debatte über die Rentenabsicherung Selbstständiger auslösen könnte.

Der Verband pocht auf schnelles Handeln der VZB-Führung. Gefordert werden eine beschleunigte Vorlage der Jahresabschlüsse für 2024 und 2025 sowie regelmäßige schriftliche Berichte. Zudem muss die Kasse langjährige Versäumnisse in den Bereichen Rechtstreue, Finanzmanagement und strategische Aufsicht umgehend beheben.

Um künftige Krisen zu verhindern, hat der ABV ein neues Zertifizierungssystem für berufsständische Versorgungswerke eingeführt. Demnach müssen die Einrichtungen geprüfte Bilanzen vorlegen und Stresstests bestehen. Unterstützung für die VZB gibt es nur noch unter diesen Auflagen.

Die VZB steht nun unter Druck, umfassende Reformen umzusetzen – andernfalls droht weitere Instabilität. Zu den Forderungen des ABV zählen schärfere Finanzkontrollen, transparente Berichterstattung und ein klarer Plan zur Aufarbeitung vergangener Fehlsteuerung. Ohne Einlenken bleibt nicht nur die Zukunft der Kasse ungewiss, sondern auch das allgemeine Vertrauen in die Altersvorsorge der Freiberufler.

Quelle