Brandenburg und Bundeswehr stärken politische Bildung an Schulen durch neues Abkommen
Carolina SchleichBrandenburg und Bundeswehr stärken politische Bildung an Schulen durch neues Abkommen
Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr unterzeichnen neue Kooperationsvereinbarung zur Förderung der schulischen Bildung
Das Brandenburgische Bildungsministerium und die Bundeswehr haben ein neues Kooperationsabkommen unterzeichnet, das ihre langjährige Zusammenarbeit auf eine formelle Grundlage stellt. Ziel der Vereinbarung ist es, das kritische Denken von Schülerinnen und Schülern zu stärken sowie ihr Verständnis für staatliche Verantwortung zu vertiefen.
Im Rahmen der Vereinbarung können Schulen Jugendoffiziere der Bundeswehr als externe Referentinnen und Referenten einladen. Solche Besuche bleiben freiwillig und müssen sich am bestehenden Lehrplan orientieren. Die Jugendoffiziere treten als Gesprächspartner auf und behandeln Themen wie deutsche Außenpolitik, Krisenmanagement sowie Sicherheitsinteressen in Europa und weltweit.
Dabei sind die Offiziere an die Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses gebunden, der eine Indoktrination ausdrücklich verbietet. Oberst Nikolas Scholtka, Leiter des Landeskommandos Brandenburg, betonte die Bedeutung einer vielperspektivischen Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Fragen.
Die parlamentarische Gruppe der BSW hat die Vereinbarung scharf kritisiert und fordert deren sofortige Aussetzung.
Das Abkommen räumt den Schulen die Entscheidungsfreiheit ein, ob sie Jugendoffiziere einladen. Es zielt darauf ab, eine sachkundige Debatte über Sicherheitsthemen zu fördern, ohne die Unabhängigkeit des Unterrichts zu beeinträchtigen. Die Schulen behalten die volle Kontrolle über ihre Teilnahme.






