Chaos beim Fusion-Festival: Brände, Evakuierung und Drogenrazzien sorgen für Polizeigroßeinsatz
Carolina SchleichChaos beim Fusion-Festival: Brände, Evakuierung und Drogenrazzien sorgen für Polizeigroßeinsatz
Fusion-Festival nach Bränden vorübergehend unterbrochen – Evakuierung und Polizeieinsatz
Am Donnerstagabend kam es auf dem Fusion-Festival zu erheblichen Störungen, nachdem Brände eine vorübergehende Unterbrechung erzwangen. Alle Besucher wurden auf einen nahegelegenen Flugplatz evakuiert, während die Behörden die Lage unter Kontrolle brachten.
Während der Räumung sollen mehrere Personen die Außenwand eines mobilen Polizeipostens mit Graffiti besprüht haben. Ein Beamter, der die Sachbeschädigung filmen wollte, wurde angegriffen und erlitt leichte Verletzungen. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf etwa 500 Euro und erstattete Anzeige wegen des Vorfalls.
Rund 70 Bundespolizisten wurden in der Nähe des Bahnhofs Neustrelitz eingesetzt, um die Situation zu bewältigen. Zollbeamte leiteten 24 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine.
Zudem wurden acht Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes oder -handels während des Festivals erstattet. Bei stichprobenartigen Kontrollen dokumentierten die Beamten zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitstatbestand, größtenteils im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Bei Verkehrskontrollen rund um das Festivalgelände wurden 48 Fälle von Drogenfahrten registriert. Bei einer Person stellte sich zusätzlich heraus, dass sie sich illegal in Deutschland aufhielt.
Nach der Evakuierung wurde das Festival fortgesetzt, doch die Vorfälle zeigten das hohe Maß an Polizeiaktivität. Die Behörden ermitteln weiterhin wegen der Sachbeschädigung, der Körperverletzung und der drogenbezogenen Straftaten, die während der Veranstaltung gemeldet wurden.
