Deutsche Autoindustrie vor historischem Jobabbau – bis zu 325.000 Stellen bedroht
Malte KrauseDeutsche Autoindustrie vor historischem Jobabbau – bis zu 325.000 Stellen bedroht
Massive Jobverluste erschüttern die deutsche Autoindustrie
Die deutsche Automobilbranche steht vor drastischen Stellenstreichungen. Angesichts drohender Entlassungswellen blicken Beschäftigte in der gesamten Branche mit Sorge in die Zukunft. Allein Volkswagen könnte weltweit bald 100.000 Arbeitsplätze abbauen.
In den vergangenen sechs Jahren ist bereits jede siebte Stelle in der deutschen Autoindustrie weggefallen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) prognostiziert bis 2035 weitere 225.000 Jobverluste – ohne die geplanten Kürzungen bei Volkswagen mitzurechnen.
Volkswagen erwägt die Schließung von vier deutschen Standorten: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Die möglichen Entlassungen würden etwa 15 Prozent der gesamten Belegschaft betreffen. Schon jetzt sind Tausende Beschäftigte von den laufenden Stellenabbauprogrammen in der Branche betroffen.
Simone Kauffeld, Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie an der TU Braunschweig, untersucht derzeit die Arbeitsmarktsituation in der Branche. Für viele Beschäftigte bleibt die Zukunft ungewiss.
Die Jobverluste in der Automobilindustrie nehmen weiter zu. Die geplanten Kürzungen bei Volkswagen könnten den Trend noch beschleunigen. Die Prognosen des VDA deuten darauf hin, dass der Rückgang bis weit in das nächste Jahrzehnt anhalten wird.
