13 April 2026, 12:12

Deutsche Bahn startet radikale Umstrukturierung unter Evelyn Palla mit Jobabbau und Pünktlichkeitsversprechen

Alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die das Ausmaß einer Eisenbahnlinie mit Text und Linien hervorhebt.

Deutsche Bahn startet radikale Umstrukturierung unter Evelyn Palla mit Jobabbau und Pünktlichkeitsversprechen

Die Deutsche Bahn AG hat unter ihrer neuen Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla einen umfassenden Umstrukturierungsplan vorgelegt. Das Unternehmen will Pünktlichkeit, Sauberkeit und finanzielle Stabilität verbessern – gleichzeitig sollen im Logistikbereich Stellen abgebaut werden. Trotz gestiegener Umsätze bleibt der Bahnkonzern jedoch mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert.

Palla übernahm die Führung mit einem klaren Ziel: die Deutsche Bahn effizienter und profitabler zu machen. Bereits hat sie den Vorstand verkleinert und die erste Führungsebene abgeschafft. Ihr Restrukturierungsplan sieht vor, die Logistiktochter DB Cargo deutlich zu verringern – von 25.000 Arbeitsplätzen sollen 6.200 gestrichen werden.

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Für das Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 630 Millionen Euro und lag mit 297 Millionen Euro erstmals wieder im Plus. Dennoch verblieb nach Steuern ein Nettoverlust von 2,3 Milliarden Euro, vor allem wegen hoher Abschreibungen im Fernverkehr.

Pallas Pläne für einen besseren Service umfassen eine Steigerung der Pünktlichkeitsquote im Zugverkehr von derzeit 60 auf 70 Prozent bis 2029. Fahrgäste können künftig mit schnelleren Informationen bei Verspätungen, saubereren Bahnhöfen und Toiletten sowie mehr Sicherheitspersonal rechnen. Die Eröffnung des Stuttgarter Bahnknotens Stuttgart 21 wurde unterdess auf den Sommer verschoben – ein neuer Termin steht noch aus.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstützt die Vorhaben. Eine "Taskforce Zuverlässige Schiene" soll Maßnahmen für ein pünktlicheres und verlässlicheres Bahnsystem erarbeiten. Palla warnt jedoch, dass die Umsätze aufgrund der bis 2036 andauernden Großsanierungen voraussichtlich sinken werden.

Im Mittelpunkt der Umstrukturierung stehen mehr Zuverlässigkeit und eine solide Finanzlage. Die Stellenstreichungen in der Logistik und verzögerte Infrastrukturprojekte zeigen das Ausmaß der anstehenden Veränderungen. Ob der Konzern Erfolg hat, hängt davon ab, ob es gelingt, Kostensenkungen mit einer besseren Servicequalität für die Fahrgäste in Einklang zu bringen.

Quelle