Deutsche fürchten Deepfakes und fordern härtere Gesetze gegen Falschinformationen
Liesbeth KuhlDeutsche fürchten Deepfakes und fordern härtere Gesetze gegen Falschinformationen
Eine neue Umfrage offenbart weit verbreitete Sorgen unter Deutschen wegen Falschinformationen und Deepfakes. Die Mehrheit hat Schwierigkeiten, Nachrichten zu überprüfen, und viele stoßen regelmäßig auf irreführende Inhalte. Gleichzeitig gibt es im ganzen Land starke Unterstützung für rechtliche Schritte gegen Desinformation.
Die Ergebnisse zeigen, dass 91 Prozent der Deutschen bereits auf falsche oder irreführende Informationen im Internet gestoßen sind. Davon erinnern sich 74 Prozent konkret an Falschmeldungen im Zusammenhang mit der US-Politik. Die Überprüfung von Inhalten bleibt schwierig: 63 Prozent tun sich schwer damit, die Glaubwürdigkeit von Nachrichten einzuschätzen, während 41 Prozent häufig auf Material treffen, dessen Wahrheit sie nicht bestätigen können.
Die Hälfte der Befragten gibt zu, Inhalte weiterzugeben, selbst wenn sie sich deren Richtigkeit nicht sicher sind. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für KI-generierte Deepfakes – 41 Prozent vermuten, bereits welche gesehen zu haben, 20 Prozent sind sich sogar sicher. Eine deutliche Mehrheit von 89 Prozent hält Deepfakes für gefährlich, was die allgemeinen Ängste vor manipulierten Medien widerspiegelt.
Rechtliche Konsequenzen für Desinformation stoßen auf breite Zustimmung: 84 Prozent befürworten Strafen für die gezielte Erstellung von Falschmeldungen, während 87 Prozent der Meinung sind, dass deren vorsätzliche Verbreitung gesetzlich bestraft werden sollte.
Die Umfrage unterstreicht das Ausmaß von Fehlinformationen in Deutschland und die Forderung der Bevölkerung nach strengeren Maßnahmen. Da die meisten Menschen auf falsche Inhalte stoßen und diese nur schwer überprüfen können, werden die Rufe nach rechtlichem Vorgehen gegen Deepfakes und Falschmeldungen immer lauter. Die Ergebnisse verdeutlichen die anhaltende Herausforderung, im Netz zwischen Wahrheit und Manipulation zu unterscheiden.






