Deutsche Hersteller senken Diesel-Emissionen – Importeure bleiben zurück
Carolina SchleichDeutsche Hersteller senken Diesel-Emissionen – Importeure bleiben zurück
Deutschlands Vorstoß zur Senkung der Diesel-Emissionen gewinnt an Fahrt – einheimische Hersteller sagen Unterstützung zu, Importeure zögern
Die Bemühungen Deutschlands, die Dieselabgase zu reduzieren, erhalten neuen Schwung: Inländische Automobilhersteller haben sich zu konkreten Maßnahmen verpflichtet, während ausländische Anbieter noch zaudern. Ziel der Initiative ist es, durch Software-Updates und Umweltprämien für die Verschrottung alter Fahrzeuge die Luftqualität zu verbessern.
Beim jüngsten Dieselgipfel in Deutschland einigten sich die heimischen Hersteller darauf, die Abgasreinigungs-Software von rund 5,3 Millionen Diesel-Fahrzeugen zu aktualisieren. Damit soll der Ausstoß von Stickoxiden verringert werden. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kritisierte die zögerliche Haltung der Importeure gegenüber dem Programm.
Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hat von seinen Mitgliedern bisher noch keine Rückmeldungen zur Teilnahme erhalten. Unterdessen geht Toyota eigene Wege und bietet Kunden eine Prämie von 2.000 Euro an, wenn sie ihre alten Diesel-Modelle gegen neue Hybridfahrzeuge eintauschen.
In der ersten Jahreshälfte machten Diesel-Fahrzeuge bei den Neu-Zulassungen der Importeure 33 Prozent aus – bei deutschen Marken waren es 47 Prozent. Insgesamt hielten ausländische Hersteller in diesem Zeitraum einen Marktanteil von 37,7 Prozent bei Neuzulassungen. Das Software-Update-Programm bleibt jedoch vorerst eine nationale Angelegenheit, da sich bisher kein ausländischer Hersteller offiziell beteiligt hat.
Während die deutschen Automobilhersteller flächendeckende Anpassungen umsetzen, prüfen die Importeure weiterhin ihre mögliche Rolle. Toyotas Umweltprämie für die Verschrottung alter Diesel stellt zwar einen bemerkenswerten, aber bisher Einzelbeitrag der ausländischen Marken dar.






