Deutsche lehnen höhere Rentenalter mehrheitlich strikt ab – nur 29 Prozent dafür
Carolina SchleichDeutsche lehnen höhere Rentenalter mehrheitlich strikt ab – nur 29 Prozent dafür
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland lehnt eine Anhebung des Renteneintrittsalters ab. Aktuelle Umfragen zeigen eine breite Ablehnung von Plänen, die Arbeitsjahre über das derzeitige Niveau hinaus zu verlängern.
Nur 29 Prozent der Deutschen befürworten eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67,5 Jahre. Eine noch kleinere Gruppe von 7 Prozent ist sogar für eine weitere Anhebung. Gleichzeitig halten 29 Prozent eine schrittweise Erhöhung um sechs Monate für akzeptabel.
Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung in bestimmten Gruppen: 68 Prozent der Erwerbstätigen lehnen ein höheres Renteneintrittsalter ab. In Ostdeutschland sprechen sich 73 Prozent gegen die Änderung aus. Die stärkste Unterstützung für die Beibehaltung des aktuellen Alters kommt von Wählern der AfD (84 Prozent) und der Linken (77 Prozent). Demgegenüber befürworten 58 Prozent der Anhänger der Unionsparteien eine Anhebung.
Die Daten offenbaren tiefe Gräben in der Rentenpolitik. Eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent lehnt jede Erhöhung des Renteneintrittsalters ab. Dies deutet auf erheblichen öffentlichen Widerstand gegen mögliche Reformen im Rentensystem hin.
