Deutsche Politiker warnen vor strategischen KI-Risiken durch ausländische Abhängigkeit
Carolina SchleichDeutsche Politiker warnen vor strategischen KI-Risiken durch ausländische Abhängigkeit
Deutsche Politiker haben Bedenken hinsichtlich der strategischen Risiken fortschrittlicher KI-Modelle geäußert. Sie warnen vor möglichen Verwundbarkeiten für Europa, falls die Abhängigkeit von ausländischer Technologie weiter zunimmt. Die Debatte folgt jüngsten US-Beschränkungen bei der Entwicklung neuer KI-Systeme.
Johannes Schätzl, der digitalexperte der SPD, bezeichnete die leistungsfähigsten KI-Systeme als „kritische Technologien mit erheblichen strategischen Risiken“. Er forderte unverzügliche Maßnahmen zur Stärkung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie der Forschungsinstitutionen. Sein Ziel ist es, deren Fähigkeit zur Bewertung von KI-Systemen und zur Erkennung potenzieller Gefahren zu verbessern.
Marc Henrichmann von der CDU teilte diese Sorgen. Er warnte, dass die US-Beschränkungen für aufstrebende KI-Modelle europäische Behörden anfällig für Druck oder Erpressung machen könnten. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, kritisierte den US-Ansatz als „äußerst kurzsichtig“ und argumentierte, dieser werde globale IT-Sicherheitsstandards untergraben.
Die Forderungen unterstreichen den wachsenden Druck auf eine stärkere europäische Regulierung von KI. Der Ausbau lokaler Institutionen und die Verringerung der Abhängigkeit von externen Modellen gelten als zentrale Schritte. Politiker betonen die Dringlichkeit von Maßnahmen, um Sicherheit und Autonomie zu gewährleisten.






