Deutschland diskutiert Fracking als langfristige Lösung für Gasversorgung
Carolina SchleichDeutschland diskutiert Fracking als langfristige Lösung für Gasversorgung
Deutschland erwägt den Aufbau einer Fracking-Industrie, um seine langfristige Erdgasversorgung zu stärken. Das Land verfügt über beträchtliche Schiefergasvorkommen, doch deren Förderung würde erhebliche Änderungen der aktuellen Vorschriften und der Infrastruktur erfordern.
Durch hydraulisches Fracking könnten bis 2025 jährlich zwischen 5 und 10 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert werden. Diese Menge könnte 6 bis 12 Prozent des voraussichtlichen deutschen Gasbedarfs zu diesem Zeitpunkt decken. Der Aufbau einer nennenswerten Förderindustrie würde jedoch mehrere Jahre in Anspruch nehmen und den Bau Hundertener Bohrstellen erfordern.
Bevor Probebohrungen beginnen können, müsste Deutschland das bestehende Fracking-Verbot aufheben – ein Schritt, der auf starken öffentlichen Widerstand stoßen könnte. Selbst bei strengen Umweltauflagen würde das Verfahren keine schnelle Entlastung bei den aktuellen Gasengpässen bringen oder die Preise kurzfristig spürbar senken.
Ohne staatliche Subventionen bleibt die wirtschaftliche Machbarkeit von Fracking in Deutschland ungewiss. Zudem wäre der globale Einfluss der deutschen Fracking-Förderung voraussichtlich gering und hätte kaum Auswirkungen auf die internationalen Marktpreise.
Fracking könnte zwar eine langfristige Lösung für die deutsche Gasversorgung bieten, ist jedoch mit regulatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen verbunden. Der Aufbau der Industrie würde schrittweise erfolgen und nur begrenzte unmittelbare Vorteile bringen. Um Risiken während der Förderung zu minimieren, wären strenge Umweltschutzmaßnahmen unerlässlich.






