07 June 2026, 02:11

DGB fordert gesetzliche Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert gesetzliche Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine gesetzliche Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber müssten sich demnach an den Kosten beteiligen, statt die volle Last den Beschäftigten zu überlassen. Bis Ende des Monats will der Verband konkrete Vorschläge vorlegen.

Aktuell verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine betriebliche Altersvorsorge. Die meisten arbeiten in Unternehmen ohne Tarifbindung und haben daher keine zusätzlichen Rücklagen für den Ruhestand. Der DGB strebt an, dies durch tarifvertraglich geregelte Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer zu ändern.

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Die Gewerkschaft betont, dass die betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung gedacht sein soll und teilweise von den Arbeitgebern finanziert werden muss. Für Unternehmen ohne Gewerkschaftsvertretung schlägt der DGB vor, Beschäftigte unter vereinfachten Bedingungen in bestehende Systeme einzubinden. Damit soll die Versorgungslücke für diejenigen geschlossen werden, die bisher leer ausgehen.

Als Vorbild verweist der DGB auf andere europäische Länder, in denen die Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge oft 20 Prozent oder mehr betragen – mit einem deutlich höheren Arbeitgeberanteil. Dennoch rechnet der Verband mit Widerstand, angesichts der angespannten finanziellen und wirtschaftlichen Lage.

Laut dem DGB-Plän würden Arbeitgeber künftig gemeinsam mit den Beschäftigten in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Bei einer Umsetzung könnte dies Millionen Menschen ohne entsprechende Absicherung zugutekommen. Die vollständigen Vorschläge werden noch vor Monatsende veröffentlicht.

Quelle