Die Linke setzt auf klare Kante: Völkermord-Vorwurf gegen Israel und neue Doppelspitze
Carolina SchleichDie Linke setzt auf klare Kante: Völkermord-Vorwurf gegen Israel und neue Doppelspitze
Die Linke beendet Parteitag in Potsdam mit Führungsentscheidungen und neuem politischen Kurs
Die Linke hat ihren dreitägigen Parteitag in Potsdam mit wegweisenden Personalentscheidungen und einer klaren politischen Positionierung abgeschlossen. Die Delegierten beschlossen, Israels Vorgehen im Gazakrieg offiziell als Völkermord zu bezeichnen. Gleichzeitig wurde auf der Veranstaltung die strategische Ausrichtung der Partei vor den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland festgelegt.
Ines Schwerdtner wurde mit etwa 86 Prozent der Stimmen als Parteivorsitzende wiedergewählt – ein besseres Ergebnis als 2024, als sie rund 80 Prozent erreichte. In diesem Jahr trat sie ohne Gegenkandidatur an.
An ihrer Seite steht nun Luigi Pantisano als neuer Co-Vorsitzender, der knapp über 53 Prozent der Stimmen erhielt. Er folgt auf Jan van Aken, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Wie Schwerdtner kandidierte auch Pantisano ohne Konkurrenz.
Der Parteitag verabschiedete zudem einen Beschluss, in dem Israels Militäroperationen in Gaza als Völkermord eingestuft werden. Damit unterstreicht die Partei ihre Haltung in internationalen Konflikten. Die Führung betonte die Notwendigkeit einer klaren strategischen Linie, insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in Ostdeutschland, wo Die Linke bei der Regierungsbildung eine Rolle spielen könnte.
Mit einem bestätigten Führungsteam und einer definierten Position zum Gazakrieg geht Die Linke in die kommenden Monate. Angesichts der anstehenden Landtagswahlen könnten ihre strategischen Weichenstellungen direkte Auswirkungen auf die regionale Politik haben. Die Beschlüsse von Potsdam bilden die Grundlage für ihre künftige Rolle.






