31 May 2026, 00:09

Ende Gelände blockiert Kraftwerke und Rüstungsbetriebe im Ruhrgebiet

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Ende Gelände blockiert Kraftwerke und Rüstungsbetriebe im Ruhrgebiet

Klimaschutzaktivist:innen der antikapitalistischen Allianz Ende Gelände haben im Ruhrgebiet eine Reihe von Protestaktionen durchgeführt. Rund 1.500 Menschen beteiligten sich am Freitag an vier koordinierten Aktionen, die sich gegen fossile Infrastruktur und Rüstungsproduktionsstätten richteten. Die Demonstrationen zielten darauf ab, den Ausbau fossiler Gasprojekte zu hinterfragen und erneuerbare Energien als Alternative zu fördern.

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In Gelsenkirchen blockierten Aktivist:innen das Kraftwerk Scholven, wo derzeit der Bau einer neuen Gaseinheit geplant ist. Einige von ihnen installierten auf dem Gelände Solarmodule, um klimafreundliche Lösungen zu veranschaulichen. Gleichzeitig bestätigte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein Polizeiverbot für eine separate Protestaktion am Kraftwerk Gersteinwerk – mit der Begründung, es bestünden Bedenken wegen zivilen Ungehorsams.

In Mülheim an der Ruhr unterbrachen etwa 200 Demonstrant:innen den Schichtwechsel im Gießereibetrieb Friedrich Wilhelms Hütte, der zum Rüstungskonzern KNDS gehört. Der Standort soll in den kommenden Jahren milliardenschwere Investitionen der Bundesregierung erhalten. Die Aktivist:innen verteilten an die Belegschaft Waffeln mit dem Slogan „Waffeln statt Waffen“.

Eine weitere Gruppe besetzte in Mülheim die Werksgleise von Europipe, Europas größtem Hersteller für Pipeline-Rohre. In Hamm zogen Protestierende mit einem Transparent in Richtung Hauptbahnhof, auf dem „Energiekonzerne enteignen“ zu lesen war.

Die Aktionen sind Auftakt für eine Großdemonstration am Samstag unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Energiewende verteidigen“, zu der tausende weitere Teilnehmer:innen erwartet werden. Die Freitagproteste mit 1.500 Teilnehmenden an mehreren Orten richteten sich gegen fossile Energieträger und warben für den Ausbau erneuerbarer Energien. Sie bildeten den Auftakt für die für den folgenden Tag geplante größere Kundgebung. Die Behörden hatten bereits im Vorfeld einige Protestformen eingeschränkt – mit Verweis auf die öffentliche Ordnung.

Quelle