Energiekrise trifft ländliche Regionen besonders hart – DLT-Präsident warnt vor sozialer Schieflage
Malte KrauseEnergiekrise trifft ländliche Regionen besonders hart – DLT-Präsident warnt vor sozialer Schieflage
Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags (DLT), hat gewarnt, dass die hohen Energiekosten ländliche Regionen besonders hart treffen. Ohne staatliche Unterstützung drohten vielen Menschen außerhalb der Städte in den kommenden Monaten erhebliche finanzielle Belastungen, so Brötel.
Er betonte, dass längere Arbeitswege auf dem Land die Spritpreise zu einer besonderen Bürde machten. Zusätzliche Hilfen seien für die Bewohner abgelegener Gebiete schlicht überlebenswichtig. Dabei sei es ihm weniger wichtig, ob die Entlastung durch Rabatte an der Zapfsäule oder höhere Pendlerpauschalen erfolge – entscheidend sei, dass die Unterstützung bei den betroffenen Haushalten ankomme.
Brötel forderte die Bundesregierung zu schnellem Handeln auf und mahnte, koalitionsinterne Streitigkeiten zurückzustellen, um Lösungen voranzutreiben. Da keine Entspannung bei den Energiepreisen in Sicht sei, müssten die Unterstützungsmaßnahmen über den Sommer hinaus – möglicherweise sogar länger – fortgeführt werden. Sein zentrales Anliegen sei es, die Lebensbedingungen im ganzen Land auszugleichen und regionale Kostennachteile auszugleichen.
Angesichts der geopolitischen Lage sei nicht damit zu rechnen, dass sich die Preise für Sprit oder Heizung kurzfristig normalisierten, gab Brötel zu bedenken. Ohne Gegenmaßnahmen drohe den Menschen auf dem Land eine weitere Verschärfung der Krise.
Brötels Warnungen unterstreichen die wachsende Kluft zwischen Stadt und Land bei der Bezahlbarkeit von Energie. Seine Vorschläge zielen darauf ab, weitere Härten für Haushalte abzuwenden, die bereits durch hohe Fahrtkosten und Heizausgaben überlastet sind. Die Regierung steht nun unter Druck, gezielte Entlastungen zu schaffen, bevor sich die Situation weiter zuspitzt.






