24 May 2026, 00:20

Erlangen verbietet "sexistische" Partyschlager – und löst damit eine hitzige Debatte aus

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Erlangen verbietet "sexistische" Partyschlager – und löst damit eine hitzige Debatte aus

Vor Deutschlands größtem Volksfest hat eine deutsche Stadt beliebte Partyschlager als „sexistisch“ eingestuft. Grünen-Politiker aus Erlangen überprüften die Lieder, nachdem eine Frau über Belästigungen und anstößige Songtexte während der Veranstaltung im vergangenen Jahr geklagt hatte. Die Entscheidung sorgt nun für Diskussionen unter Gastwirten und Musikern.

Auslöser der Debatte war die Beschwerde einer Festbesucherin, die angab, begrapscht worden zu sein und sich durch die gespielte Musik unwohl gefühlt zu haben. Daraufhin prüften die Gleichstellungsbeauftragten Reka Lörincz und Nora Hahn-Hobeck Lieder, die als „problematisch“ gelten. Auf ihrer Liste stehen nun Titel wie Skandal im Sperrbezirk sowie Stücke von Künstlern wie Mickie Krause und Peter Wackel.

Der Stadtrat hatte bereits 2021 Position bezogen und sich mit einer Abstimmung gegen Lieder mit „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ beim Bergkirchweih-Fest ausgesprochen. Die diesjährige Entscheidung baut darauf auf, wobei CSU, Linke und SPD die Einschränkungen unterstützen. Doch nicht alle stehen hinter dem Vorgehen.

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Lokale Gastwirte kritisieren die Schwarze Liste scharf – manche vergleichen sie gar mit der Zensur in der DDR. Unterdessen behauptet Wackel, dessen Hit Joana die Zeile Du geile Sau enthält, die Richtlinien würden Künstler davon abhalten, in Deutschland aufzutreten. Trotzdem werden zu diesem Jahr rund eine Million Besucher erwartet.

Ziel der neuen Regeln ist es, beim Bergkirchweih ein sicheres Umfeld zu schaffen. Doch der Widerstand von Betreibern und Künstlern zeigt, dass die Änderungen auf Skepsis stoßen. Das Fest findet wie geplant statt – mit der umstrittenen Liste im Gepäck, während Veranstalter und Gäste die Gratwanderung zwischen Tradition und Wandel meistern müssen.

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