EU-Digital Identity Wallet: Revolution oder Risiko für Datenschützer?
Malte KrauseEU-Digital Identity Wallet: Revolution oder Risiko für Datenschützer?
Die EU entwickelt ein neues digitales Identitätssystem, um Identitätsprüfungen und Altersverifikationen zu vereinfachen. Die EU-Digital Identity Wallet soll Nutzern ermöglichen, ihre Identität online und offline zu bestätigen und gleichzeitig persönliche Dokumente sicher zu verwalten. Erste Testläufe finden bereits statt, der vollständige Start ist für Januar 2027 geplant.
Die digitale Brieftasche baut auf dem bestehenden deutschen elektronischen Identitätssystem auf. Sie wird Kommunen, regionale Behörden und Bundesbehörden in den Mitgliedstaaten vernetzen. Nutzer behalten die volle Kontrolle über ihre Daten und können die Wallet mit Altersverifikations-Apps verknüpfen.
Das System setzt auf Verschlüsselung, um die Privatsphäre zu schützen. Gleichzeitig treibt die EU jedoch auch Maßnahmen zur Chatkontrolle wie das clientseitige Scannen voran. Datenschützer warnen, dass dies Massenüberwachung und Repression ermöglichen könnte.
Die Nutzung der Wallet ist zunächst freiwillig. Doch ihre Verbreitung könnte zunehmen, da der Bargeldgebrauch zurückgeht – ähnlich wie bei der Corona-Warn-App. Eine frühere Altersverifikations-App war kurz nach ihrer Vorstellung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gehackt worden.
Die EU-Digital Identity Wallet zielt darauf ab, sichere Identitätsprüfungen für Bürger zu erleichtern. Zu den Funktionen gehören Alterskontrollen, Dokumentenmanagement und Datensouveränität. Bedenken hinsichtlich Überwachung und früherer Sicherheitslücken bleiben jedoch zentrale Diskussionspunkte vor dem geplanten Rollout 2027.






