EZB verschärft Klimatransparenz: CO₂-Rückgang und neue grüne Ziele bis 2026
Malte KrauseEZB verschärft Klimatransparenz: CO₂-Rückgang und neue grüne Ziele bis 2026
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren vierten Satz klimabezogener Finanzoffenlegungen veröffentlicht. Die Berichte dokumentieren Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen in ihren Portfolios und führen neue Maßnahmen zur Transparenz ein. Gleichzeitig markieren sie einen Wandel hin zu einer strengeren Prüfung von Klimadaten in der Finanzberichterstattung.
2025 erweiterte die EZB ihren Fokus um naturbezogene Risiken. Sie bewertete die Portfolioexposition gegenüber Sektoren, die stark von der Natur abhängig sind oder diese erheblich beeinflussen. Die Berichte umfassten zudem CO₂-Fußabdrücke und Klimarisiken in den geldpolitischen Portfolios des Eurosystems, den Währungsreserven sowie den nicht-geldpolitischen Investitionen.
Die absoluten CO₂-Emissionen aus den geldpolitischen Portfolios des Eurosystems und den Währungsreserven der EZB gingen 2025 erneut zurück. Das Eurosystem bleibt auf Kurs, um die Zwischenziele zur Reduktion bei Unternehmensanleihen zu erreichen. Gleichzeitig verringerten die nicht-geldpolitischen Portfolios ihren relativen CO₂-Fußabdruck weiter und stockten ihre Bestände an grünen Anleihen auf.
Erstmals veröffentlichte die EZB inflationsbereinigte Emissionskennzahlen. Diese Anpassung ermöglicht eine klarere Einschätzung des tatsächlichen Fortschritts bei der Dekarbonisierung über die Zeit. Die Bank setzte sich zudem das Ziel, den Anteil grüner Anleihen in ihrem Eigenmittelportfolio bis 2026 auf 35 Prozent zu erhöhen.
Die jüngsten Offenlegungen zeigen, dass die Klimaberichterstattung in eine strengere Phase eintritt. Emissionsdaten werden nun eingehender geprüft, während neue Kennzahlen die Transparenz verbessern. Diese Schritte sollen die klimapolitische Glaubwürdigkeit der EZB durch klarere und verantwortungsvollere Berichterstattung stärken.






