05 June 2026, 19:05

Familienministerin fordert Bildschirmverzicht für Kinder unter drei Jahren

Prien offen für Gesetz gegen Bildschirmzeit für Kleinkinder

Familienministerin fordert Bildschirmverzicht für Kinder unter drei Jahren

Bundesfamilienministerin Karin Prien hat Eltern dazu aufgerufen, die Bildschirmzeit für kleine Kinder deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig setzt sie sich für strengere Kontrollen der frühkindlichen Entwicklung ein, bevor Kinder in die Schule kommen. Ihre Vorschläge sind Teil umfassender Bemühungen, die Bildungsstandards in ganz Deutschland zu verbessern.

Prien plädiert dafür, dass Kinder unter drei Jahren vollständig auf digitale Geräte verzichten. Sie hat rechtliche Grenzen für die Bildschirmzeit angeregt, konkrete Regelungen stehen jedoch noch aus. Im Mittelpunkt steht für sie die Sensibilisierung der Eltern für die möglichen negativen Auswirkungen übermäßigen Medienkonsums auf die Entwicklung ihrer Kinder.

Im Rahmen des geplanten Kita-Qualitätsentwicklungsgesetzes sollen alle Kinder um ihren vierten Geburtstag herum verbindliche Sprach- und Entwicklungstests durchlaufen. Ziel ist es, mögliche Verzögerungen frühzeitig zu erkennen und gezielt Fördermaßnahmen anzubieten – insbesondere für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf. Prien betonte, dass der Bund den Ländern keine detaillierten Kita-Vorgaben machen solle, um Flexibilität bei der Umsetzung der Hilfsangebote zu gewährleisten.

Die Ministerin geht auch auf die sinkenden Bildungsergebnisse ein, die im IQB-Bildungstrend dokumentiert sind. Gemeinsam mit den Ländern will sie die Kernkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Mathematik stärken. Regelmäßige Leistungsüberprüfungen auf Basis von Daten sollen Fortschritte messen und als Grundlage für Verbesserungen an Schulen dienen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Priens Pläne umfassen strengere Entwicklungschecks und weniger Bildschirmzeit für Kleinkinder. In Zusammenarbeit mit den regionalen Behörden strebt sie eine Hebung der Bildungsstandards an und will frühe Lernrückstände gezielt angehen. Die Maßnahmen setzen auf praktische Unterstützung statt auf zentrale Vorgaben des Bundes.

Quelle