Familienunternehmen warnen vor schleichendem Aderlass der deutschen Wirtschaft
Gustav JacobFamilienunternehmen warnen vor schleichendem Aderlass der deutschen Wirtschaft
Stiftung Familienunternehmen und Politik übt scharfe Kritik an Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung Familienunternehmen und Politik, warnt, dass die deutsche Wirtschaft kontinuierlich an Kraft verliere und das exportgetriebene Modell damit in Gefahr sei. Seine Äußerungen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit in der Wirtschaftselite wider, deren Erwartungen an die Koalition bislang enttäuscht wurden.
Die Stiftung vertritt über 600 mittelgroße und große Familienunternehmen, die sich von der Regierung eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erhofft hatten. Doch Kirchdörfer konstatiert: „Die Fortschritte bleiben weit hinter den Möglichkeiten zurück.“ Er betont, wie dringend es politischer Weichenstellungen bedarf – sowohl für die nächste Generation als auch für nachhaltiges Wachstum.
Mit drastischen Worten beschreibt er den Zustand der deutschen Wirtschaft als einen „schleichenden, stillen Aderlass“. Viele Familienbetriebe sähen sich gezwungen, Gewinne ins Ausland zu verlagern, um den heimischen Herausforderungen zu entgehen. Von Hoffnung auf weniger Bürokratie oder sinkende Staatsausgaben sei kaum noch etwas zu spüren.
Doch die Probleme reichen über nationale Grenzen hinaus: Während die USA die globale Handelsstabilität untergraben, stecken europäische Entscheidungsträger in regulatorischen Hemmnissen fest. Kirchdörfer lässt keinen Zweifel: „Für diese Regierung darf es kein Scheitern geben.“
Die Kritik fällt in eine Phase, in der Familienunternehmen dringende Reformen fordern, um Deutschlands wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Ohne verbesserte Rahmenbedingungen droht dem Land der Verlust seiner Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten. Die Warnungen der Stiftung zeigen, wie tief die Sorge über die Handlungsfähigkeit der Regierung sitzt.






