FC Erzgebirge Aue steigt nach 80 Jahren aus der dritten Liga ab
FC Erzgebirge Aues 80-jährige Zugehörigkeit zur dritten Liga endet nach dramatischem 2:2 gegen SV Wehen Wiesbaden
Mit einem packenden 2:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden ist der FC Erzgebirge Aue nach 80 Jahren aus Deutschlands dritter Liga abgestiegen. Trotz eines späten Ausgleichstreffers von Moritz Seiffert besiegelte das Ergebnis den Abstieg in die Viertklassigkeit. Für Wiesbaden entwickelte sich die Partie unterdessen zu einer Bewährungsprobe – die Mannschaft musste den Großteil der Spielzeit in Unterzahl bestreiten.
Die Gäste begannen furios: Moritz Flotho schoss die Hessen früh in Führung, ehe Tarik Gözüsirin mit einem sehenswerten Eckball auf 2:0 erhöhte. Doch der Spielverlauf änderte sich schlagartig, als Niklas May die zweite Gelbe Karte sah und Wiesbaden mit zehn Mann weiterspielen musste.
Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit verteidigte die Stritzel-Elf verbissen und vereitelte lange Zeit Aues Bemühungen um den Anschlusstreffer. Trainer Patrick Stritzel räumte später ein, dass sein Team die Chance auf den Dreier verpasst habe. Erst in der Schlussphase gelang Seiffert der Ausgleich – doch es war zu wenig, um den Abstieg noch abzuwenden.
Aues Coach Daniel Scherning kritisierte nach dem Spiel, dass seine Mannschaft ihre dominanten Phasen nicht genutzt habe. Zwar erkannte er das Potenzial seiner Spieler an, doch die mangelnde Konstanz in entscheidenden Momenten habe letztlich den Unterschied gemacht. Das Unentschieden, das immerhin noch einmal Kampfgeist zeigte, besiegelte damit den Abstieg in die Regionalliga nach Jahrzehnten in der dritten Liga.
Während sich der FC Erzgebirge Aue nun auf die vierte Liga einstellen muss, hatte das Ergebnis für den SV Wehen Wiesbaden keine sportlich gravierenden Folgen – doch die Mannschaft bewies einmal mehr Charakter unter Druck. Beide Teams blicken nun nach vorne und bereiten sich auf die kommenden Herausforderungen vor.






