FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – kann er die Partei retten?
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Wochenende in Berlin ihren Bundesparteitag eröffnet. Die Zusammenkunft findet zu einer Zeit statt, in der die Partei ihre schwerste Krise seit Jahrzehnten durchlebt – nach einer Reihe verheerender Wahlniederlagen. Ein neuer Vorsitzender soll nun inmitten sinkender öffentlicher Zustimmung die Geschicke übernehmen.
Bei der Bundestagswahl 2023 erlitt die FDP schwere Verluste und verfehlte mit einem Ergebnis unter der Fünf-Prozent-Hürde den Einzug in den Bundestag. Bereits Monate zuvor, im März, war die Partei auch aus den Landesparlamenten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt worden.
Auf dem Parteitag wurde Wolfgang Kubicki als einziger Kandidat für den Bundesvorsitz bestätigt. Der 71-Jährige, der zuvor Bundestagsvizpräsident war, steht nun vor der Aufgabe, die angeschlagene Partei wiederzubeleben. Kein weiterer Bewerber trat an, um ihn herauszufordern.
Unterdessen erklärte Henning Höne, FDP-Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, er werde nicht für den Bundesvorsitz kandidieren. Stattdessen strebt er die Wiederwahl als stellvertretender Parteivorsitzender an. Seine Entscheidung folgt auf eine Forsa-Umfrage, laut der fast zwei Drittel der Befragten bezweifeln, dass die FDP unter neuer Führung wieder in den Bundestag einziehen kann.
Kubickis Wahl fällt in eine entscheidende Phase für die FDP. Die Partei muss nun daran arbeiten, nach ihrem historisch schlechtesten Wahlergebnis wieder an Unterstützung zu gewinnen. Ob es ihr gelingt, sich bis zur nächsten Bundestagswahl zu erholen, wird maßgeblich von seiner Führung abhängen.






