13 March 2026, 14:11

Frankfurter Polizei setzt bei Großrazzia erstmals Gesichtserkennung ein

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einer Reihe von Polizeibeamten, einige tragen Mützen und Masken, während sie auf einer Demonstration in Berlin, Deutschland, mit Schildern, Fahnen, Laternenpfählen, Bäumen, Fahrzeugen, einem Gebäude und dem Himmel im Hintergrund demonstrieren.

Mehr als 400 Kontrollen im Bahnhofsviertel am Donnerstag - Frankfurter Polizei setzt bei Großrazzia erstmals Gesichtserkennung ein

Großrazzia im Frankfurter Bahnhofsviertel: Polizei setzt erstmals bundesweite Gesichtserkennung ein

Am Donnerstagabend fand im Frankfurter Bahnhofsviertel eine groß angelegte Polizeiaktion statt. Rund 200 Beamte durchsuchten bekannte Drogenumschlagplätze und setzten dabei neue Technologie ein, um Verdächtige zu identifizieren. Es handelte sich um den ersten Einsatz einer bundesweiten Gesichtserkennungsssoftware bei einer solchen Razzia.

Ziel der Kontrollen waren Brennpunkte, in denen Drogenhändler regelmäßig aktiv sind. Die Beamten überprüften 414 Personen, stellten 36 Strafanzeigen und nahmen eine Person fest. Zudem beschlagnahmten sie während der Aktion mehrere Betäubungsmittel sowie verschreibungspflichtige Medikamente.

Erstmals kam dabei eine Pilotversion einer Gesichtserkennungssapp zum Einsatz, mit der Identitäten vor Ort überprüft wurden. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Innenminister Roman Poseck (CDU) verfolgten die Aktion persönlich. Rhein betonte im Anschluss, dass eine stärkere Polizeipäsenz, schärfere Kontrollen und moderne Hilfsmittel entscheidend seien, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern.

Poseck bezeichnete die Razzia als "klares Signal an Kriminelle". Die Operation solle illegale Aktivitäten in dem Viertel unterbinden und die Entschlossenheit der Behörden im Kampf gegen Drogenkriminalität demonstrieren.

Bei der Aktion wurde eine Person festgenommen, Dutzende Strafanzeigen erstattet und illegale Substanzen sichergestellt. Zudem testete die Polizei die neue Gesichtserkennungstechnologie. Die Behörden kündigten an, ähnliche Maßnahmen im Rahmen der Bemühungen um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung fortzusetzen.

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