15 March 2026, 20:17

Frankfurts Paradieshof bekommt nach 15 Jahren Leerstand eine neue Chance

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Frankfurt, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von beschreibendem Text.

Frankfurts Paradieshof bekommt nach 15 Jahren Leerstand eine neue Chance

Frankfurts lang leer stehender Paradieshof könnte nach Jahren gescheiterter Versuche endlich eine neue Nutzung erfahren. Die Stadt hat ein neues Ausschreibungsverfahren gestartet, um das brachliegende Grundstück in der Paradiesgasse 23 umzugestalten. Geplant ist nun ein gemischtes Nutzungskonzept, das Wohnraum mit kulturellen und sozialen Einrichtungen verbindet.

Das Anwesen steht seit 2008 leer, obwohl es immer wieder Bemühungen gab, es neu zu beleben. Frühere Vorhaben scheiterten jedoch an Finanzierungslücken oder mangelnder Umsetzung. Diesmal setzt die Stadt auf einen strukturierteren Ansatz.

Ab dem 20. Mai startet eine öffentliche Ausschreibung, mit der die konzeptionelle Phase des Verfahrens beginnt. Ziel ist eine Entwicklung, die sich harmonisch in das Viertel einfügt und gleichzeitig die öffentlichen Flächen rund um den Paradiesplatz aufwertet.

Im Mittelpunkt des neuen Plans stehen kulturelle und soziale Nutzungen, darunter Ateliers für Künstler, Gemeinschaftswerkstätten und Nachbarschaftscafés. Auch Ausstellungsräume und soziale Beratungsstellen sind Teil der Vision. Diese Angebote sollen den lokalen Kulturaustausch und den sozialen Zusammenhalt stärken.

Um das Projekt zu unterstützen, hat Frankfurt einen Zuschuss von bis zu 4,5 Millionen Euro bewilligt. Die Förderung ist an Auflagen geknüpft, darunter Mietpreisbremse, um die Räumlichkeiten bezahlbar zu halten. Im Ausschreibungsverfahren wird eine ausgewogene Mischung aus Wohnungen und gewerblichen Flächen – etwa Gastronomie oder Kulturstätten – angestrebt.

Gelingt die Umgestaltung, könnte der Paradieshof zu einem lebendigen Teil der Stadt werden. Die Subventionen und Mietobergrenzen sollen langfristige Bezahlbarkeit und einen Nutzen für das Viertel sichern. Die nächsten Schritte hängen von den Reaktionen auf die öffentliche Ausschreibung und das formelle Vergabeverfahren ab.

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