Frankfurts Straßenbahnlinie 17 könnte bald bis Langen fahren – doch die Entscheidung steht noch aus
Carolina SchleichFrankfurts Straßenbahnlinie 17 könnte bald bis Langen fahren – doch die Entscheidung steht noch aus
Frankfurt treibt die Pläne für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 17 nach Langen voran. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Projekt die finanziellen Voraussetzungen für eine Bundesförderung erfüllen könnte. Nun steht die Stadt vor der entscheidenden Frage, ob sie eine detaillierte Machbarkeitsstudie in Auftrag geben soll.
Der Magistrat der Stadt hat empfohlen, die Machbarkeitsstudie fortzusetzen, um belastbare Daten zu sammeln, bevor die formelle Planung beginnt. In dieser nächsten Phase liegt der Fokus auf der direktesten Strecke zwischen der Asklepios-Klinik und dem Bahnhof Langen. Externe Berater sowie der Verkehrsbetrieb TraffiQ favorisieren die "Variante L 5", die über den Nordring führen würde.
Die Kosten für die Durchführung der Machbarkeitsstudie werden auf etwa 90.000 Euro geschätzt. Falls der Auftrag erteilt wird, sollte der vollständige Bericht bis Mitte 2024 vorliegen. Zuvor wird der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr am 6. September über den Vorschlag beraten, gefolgt vom Haupt- und Finanzausschuss am 14. September.
Damit das Projekt Anspruch auf eine Bundesförderung von bis zu 90 Prozent hat, muss es ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von mindestens 1,0 erreichen. Die vorläufigen Ergebnisse sind vielversprechend, allerdings liegen noch keine Gesamtkostenschätzungen vor. Die endgültige Entscheidung trifft die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 28. September.
Anschließend wird jeder Partner im Kooperationsvertrag eigenständig entscheiden, ob er nach Abschluss der Analysephase in seinem Zuständigkeitsbereich weiterverfolgt.
Falls die Machbarkeitsstudie genehmigt wird, liefert sie genauere Angaben zu Streckenführung, Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse werden darüber entscheiden, ob die Straßenbahnverlängerung in die formelle Planungsphase übergeht. Eine endgültige Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung wird noch in diesem Monat erwartet.






