Frauen in Apotheken kämpfen um faire Löhne und Anerkennung am Frauentag
Liesbeth KuhlFrauen in Apotheken kämpfen um faire Löhne und Anerkennung am Frauentag
Zum Internationalen Frauentag fordert Adexa mehr Anerkennung für die Arbeit von Frauen in deutschen Apotheken
Die Gewerkschaft, die die Beschäftigten in Apotheken vertritt, betont, dass Frauen den Sektor prägen, aber nach wie vor mit ungleichem Lohn und schlechten Arbeitsbedingungen konfrontiert sind. Zu ihren Forderungen gehören fairere Bezahlung, bessere Flexibilität und ein Ende der strukturellen Diskriminierung.
Laut Daten des Deutschen Apothekerverbands (ABDA) aus dem Jahr 2024 sind fast 90 Prozent der Beschäftigten in deutschen Apotheken Frauen. Unter den Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen (PTA) liegt der Frauenanteil bei 96,6 Prozent, bei Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) sogar bei 97,5 Prozent. Selbst unter den approbierten Apothekerinnen und Apothekern stellen Frauen mit 74,1 Prozent die Mehrheit.
Tanja Kratt, Bundesvorstandsmitglied von Adexa, wies darauf hin, dass strukturelle Benachteiligung weiterhin ein zentrales Problem darstellt. Der Gender-Pay-Gap in Deutschland beträgt etwa 16 Prozent – Frauen verdienen im Schnitt 4,10 Euro weniger pro Stunde als Männer bei vergleichbarer Arbeit. Darüber hinaus tragen sie den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit: Zwei Drittel der Kinderbetreuung, den Großteil der Haushaltsaufgaben und den überwiegenden Teil der Pflege von Angehörigen.
Der Verband drängt auf konkrete Veränderungen, darunter stärkerer Schutz für Teilzeitarbeit, bessere Rentenanerkennung für Pflegearbeit und flexiblere Arbeitszeitmodelle. Ziel ist es, Apothekenmitarbeitenden eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu ermöglichen.
Adexas Forderungen zielen darauf ab, die Lohnlücke zu schließen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und Care-Arbeit höher zu bewerten. Ohne diese Maßnahmen würden Frauen in Apotheken weiterhin ungleichen Belastungen ausgesetzt sein, so die Gewerkschaft. Der Appell ist Teil der breiteren Bestrebungen, Ungleichheit zum Internationalen Frauentag zu thematisieren.






