Gastronomie protestiert gegen geplante Steuererhöhung auf Restaurantmahlzeiten ab 2024
Liesbeth KuhlGastronomie protestiert gegen geplante Steuererhöhung auf Restaurantmahlzeiten ab 2024
Eine geplante Steuererhöhung auf Restaurantmahlzeiten hat in ganz Deutschland massiven Widerstand ausgelöst. In Rödermark haben sich lokale Unternehmen unter dem Motto "Keine Rückkehr zum höheren Steuersatz" zusammengeschlossen, um gegen die geplante Anhebung zu kämpfen. Betreiber warnen, dass die zusätzlichen Kosten viele Gaststätten an den Rand des Ruins treiben könnten.
Ab Januar 2024 soll der Steuersatz auf Speisen in Restaurants von 7 auf 19 Prozent steigen. Diese Rückkehr zur alten Regelung – die 2020 als Unterstützung für die Branche eingeführt worden war – hat eine Welle der Empörung ausgelöst. In ganz Deutschland zirkulieren Protestschreiben, in denen Gastronomen und Hoteliers die Bundesregierung auffordern, den ermäßigten Steuersatz beizubehalten.
In Rödermark hat die Kampagne prominente Unterstützung erhalten. Bürgermeister Jörg Rotter und Till Andrießen, Leiter der Wirtschaftsförderung, engagieren sich für die Initiative. Sie argumentieren, dass höhere Steuern die Betriebe zwingen würden, die Preise zu erhöhen – mit der Folge, dass Kunden ausbleiben und die finanzielle Stabilität gefährdet wird.
Lokale Verantwortliche verweisen zudem auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Restaurants, Cafés und Pensionen, die oft als "öffentliche Wohnzimmer" der Gemeinschaft gelten. Die Stadt setzt derzeit Landesmittel ein, um ihre Innenstadtbezirke zu beleben – doch eine Steuererhöhung könnte diese Bemühungen zunichtemachen.
Ein offizielles Schreiben mit den Argumenten gegen die Erhöhung soll an die hessische Landesregierung und Bundesfinanzminister Christian Lindner übermittelt werden. Kritiker bezeichnen den Schritt unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen als "kurzsichtig und gefährlich".
Der Protest in Rödermark spiegelt die Sorgen der gesamten Gastronomiebranche wider. Sollte die Steuer wie geplant steigen, bliebe vielen Betrieben nichts anderes übrig, als die Kosten an die Gäste weiterzugeben. Die Folge wären weniger Besucher, engere Budgets und ein noch schwierigerer Weg der Erholung für eine Branche, die weiterhin mit Herausforderungen kämpft.






