Giftige Pestizide in Bockshornklee-Blättern: Großer Rückruf in 14 Bundesländern
Malte KrauseRückruf: Pestizid in Korianderblättern gefunden - Giftige Pestizide in Bockshornklee-Blättern: Großer Rückruf in 14 Bundesländern
Eine Charge Bockshornklee-Blätter wurde in 14 deutschen Bundesländern zurückgerufen, nachdem Tests schädliche Pestizidrückstände nachgewiesen hatten. Das unter der Marke "MDH Peacook Kasoori Methi" vertriebene Produkt enthält Chlorpyrifos – einen Wirkstoff, der in der EU seit 2020 verboten ist. Die Behörden rufen Verbraucher auf, ihre Einkäufe umgehend zu überprüfen.
Die Global Foods Trading GmbH hat den Rückruf für ihre 100-Gramm-Packungen getrockneter Bockshornklee-Blätter ausgelöst. Betroffen sind die Chargen mit den Nummern LOT Nr. 314, 315 und 316 und einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 30. November 2026. Die Ware wurde bundesweit vertrieben, darunter in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Bei dem nachgewiesenen Pestizid Chlorpyrifos handelt es sich um einen Wirkstoff, der in der EU vor vier Jahren wegen gesundheitlicher Risiken verboten wurde. Verbraucher können auf der Website *lebensmittelwarnung.de* oder über die offizielle App prüfen, ob ihr Produkt betroffen ist. Wer die zurückgerufenen Packungen besitzt, sollte diese im Handel zurückgeben oder sich wegen einer Erstattung an den Hersteller wenden.
Deutsche Behörden verbreiten Rückrufwarnungen in der Regel über mehrere Kanäle, darunter das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) betriebene Portal, Push-Nachrichten der App sowie Websites wie produktwarnung.eu. Händler sind verpflichtet, Aushänge in den Filialen anzubringen und ihr Personal für Kundenanfragen zu schulen – die Umsetzung erfolgt jedoch nicht immer einheitlich.
Der Rückruf betrifft spezifische Chargen von Bockshornklee-Blättern, die in 14 Bundesländern verkauft wurden. Verbraucher, die Packungen mit den Chargennummern 314, 315 oder 316 besitzen, sollten diese nicht mehr verwenden und eine Rückerstattung beantragen. Die offiziellen Kanäle bleiben der schnellste Weg, um die Sicherheit eines Produkts zu überprüfen.