30 June 2026, 12:12

Gorleben bleibt 20 Jahre länger Atomlager – trotz Sicherheitsbedenken und fehlendem Endlager

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt 20 Jahre länger Atomlager – trotz Sicherheitsbedenken und fehlendem Endlager

Atomanlagen-Gorleben bleibt zwei weitere Jahrzehnte in Betrieb

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Das deutsche Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben wird noch zwei Jahrzehnte länger in Betrieb bleiben. Die Anlage, die Anfang der 1980er-Jahre errichtet wurde, beherbergt derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Ihre Betriebsgenehmigung läuft nach 40 Jahren Nutzung im Jahr 2034 aus.

Gorleben wurde zwischen 1982 und 1983 gebaut. Seine Wände und Decken sind dünner als die modernerer Zwischenlager. Zwischen 1995 und 2011 trafen 13 Transportladungen mit Atommüll ein – jeder Transport wurde von massiven Protesten begleitet.

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren für die Verlängerung um 20 Jahre begleiten. Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitserfordernissen und dem Erhalt von Fachwissen. Unterdessen stockt die Suche nach einem Endlager: Die für 2031 gesetzte Frist wird voraussichtlich nicht eingehalten.

Die Bürgerinitiative (BI) Lüneburg-Dannenberg äußert Bedenken hinsichtlich der langfristigen Sicherheit der alternden Anlage. Die Verlängerung ermöglicht es Gorleben, Abfälle weit über die ursprüngliche Genehmigungsdauer hinaus zu lagern. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Deutschland weiterhin nach einem Standort für die Endlagerung sucht. Die Aufsichtsbehörden werden nun die Risiken und Vorteile des verlängerten Betriebs prüfen.

Quelle