Hamburger Jugendverband VKJH droht die Schließung wegen Finanznot
Hamburgs Jugendwohlfahrtsverband VKJH steht vor der Schließung
Der Hamburger Jugendwohlfahrtsverband VKJH kämpft wegen instabiler Finanzierung um sein Überleben. Die Organisation arbeitet derzeit mit nur 2,5 Vollzeitstellen in ihrer Zentrale – weit weniger, als für einen ordnungsgemäßen Betrieb nötig wäre. Ohne zusätzliche Unterstützung bleibt ihre Zukunft ungewiss.
Die Stadt hat beschlossen, die Aufgabe der Jugendombudsstelle mit einer neuen Position für Kitas zusammenzulegen. Dieser Schritt erfordert eine Neuausschreibung, wodurch das bestehende OHA!-Büro des VKJH in Gefahr gerät. Die 2017 gegründete Stelle bearbeitet jährlich rund 300 Beratungsanfragen.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe (BNO) hat schwere Bedenken gegen die Neuausschreibung angemeldet. Dennoch hält die Schulbehörde an ihrer Entscheidung fest. Zwar könnte sich der VKJH erneut um den Zuschlag bewerben, doch würde dies seine ohnehin knappen Ressourcen weiter belasten – ohne Garantie auf Erfolg.
Um handlungsfähig zu bleiben, benötigt der Verband jährlich zusätzliche 120.000 Euro. Damit ließen sich eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle finanzieren. Fehlt dieses Geld, müsste der VKJH bis Ende Juni seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter abgeben, falls keine Lösung gefunden wird.
Die Zentrale des VKJH ist massiv unterbesetzt, und auch die Ombudsstelle steht auf der Kippe. Die geplante Neuvergabe des Vertrags verschärft den Druck. Gelingt es nicht, die Finanzierung zu sichern, könnte sich der Verband auflösen müssen – und seine Angebote an andere Träger übertragen.






