Hanau: Hessens Ministerpräsident bekräftigt Unterstützung für Opferangehörige sechs Monate nach dem Anschlag
Liesbeth KuhlHanau: Hessens Ministerpräsident bekräftigt Unterstützung für Opferangehörige sechs Monate nach dem Anschlag
Sechs Monate nach dem rassistischen Anschlag in Hanau hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die Unterstützung für die Angehörigen der Opfer erneut bekräftigt. Bei dem Angriff am 19. Februar 2020 wurden neun Menschen getötet – zurück blieben Familien und Freunde in tiefer Trauer. Bouffier bezeichnete die fortlaufende Hilfe als oberste Priorität der Landesregierung.
Die hessische Landesregierung reagierte schnell und startete Hilfsprogramme für Überlebende und Hinterbliebene. Die Initiative Hanauer Hilfe bot gezielte Unterstützung an, darunter Traumatherapie und Hilfe bei Anträgen auf finanzielle Leistungen. Zudem wurde ein gemeinsames Hilfsprogramm von Land und Stadt Hanau aufgelegt, um weitere Unterstützung zu leisten.
Für eine langfristige Betreuung wurde eine landesweite Opferbeauftragte als feste Ansprechpartnerin ernannt. Spezielle Polizeiansprechpartner begleiten die Betroffenen weiterhin. Das Hessische Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) wurde gestärkt, um präventiv gegen künftige Anschläge vorzugehen.
Bouffier appellierte wiederholt an die Gesellschaft, geschlossen gegen Rassismus, Hass und Hetze zu stehen. Der Kampf gegen Extremismus sei eine gemeinsame Aufgabe, betonte er. Noch in diesem Monat wird er sich erneut mit den Angehörigen treffen, um ihre Ängste, Sorgen und anhaltenden Bedürfnisse zu besprechen.
Der Anschlag von Hanau hat tiefe Wunden hinterlassen – viele trauern noch immer um ihre verlorenen Angehörigen. Die Hilfsangebote bleiben bestehen und bieten praktische wie emotionale Unterstützung. Das Land begleitet die Familien weiterhin auf ihrem Weg nach der Tragödie und reagiert auf ihre Bedürfnisse.






