Henning Höne will FDP-Chef werden – kann er die Liberalen retten?
Henning Höne hat sich als Kandidat für den Vorsitz der Freien Demokratischen Partei (FDP) aufgestellt. Seine Bewerbung erfolgt im Vorfeld des Bundesparteitags Ende Mai. Unterstützer argumentieren, dass er der FDP helfen könnte, die jüngsten Rückschläge zu überwinden und das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen.
Hönes Kandidatur erhält bereits Rückhalt von prominenten Parteimitgliedern. Zyon Braun, Landesvorsitzender der FDP Brandenburg, bezeichnete ihn als ein "neues Gesicht" mit umfangreicher parlamentarischer Erfahrung. Braun ist überzeugt, dass Höne die Partei in eine neue Richtung führen und das Vertrauen der Wähler wiederherstellen kann.
Die Forderungen nach einem Wandel gehen über die Personalfrage hinaus. Hans-Ulrich Rülke, Mitglied im FDP-Bundesvorstand, plädiert für einen radikalen Bruch mit der bisherigen Bundespolitik der Partei. Er schlug sogar vor, die FDP im Rahmen eines umfassenden Neuanfangs umzubenennen. Solche Überlegungen sind nicht neu: Nach dem Scheitern am Wiedereinzug in den Bundestag 2013 hatte die Partei bereits über eine Neuausrichtung diskutiert.
Höne selbst hat deutlich gemacht, dass er die FDP von ihrer jüngeren Vergangenheit distanzieren will. Sein Wahlkampf konzentriert sich darauf, die Ära der Ampelkoalition hinter sich zu lassen und das Image der Partei zu erneuern.
Auf dem Parteitag Ende Mai wird die FDP über ihren neuen Bundesvorsitzenden entscheiden. Sollte Höne gewählt werden, übernähme er eine Partei, die nach Rückschlägen neu aufstellen will. Der Erneuerungsprozess könnte sowohl die Führung als auch die Identität der Liberalen umfassen.






