Hessen entlastet Unternehmen mit 66 Millionen Euro nach der Corona-Krise
Gustav JacobHessen entlastet Unternehmen mit 66 Millionen Euro nach der Corona-Krise
Hessen kündigt neue Entlastungsmaßnahmen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen an
Die neuen Regelungen folgen einem im September 2025 eingeführten Moratorium und zielen darauf ab, die finanzielle Belastung für tausende Betriebe zu verringern.
Das Land rechnet mit einer Gesamtentlastung von rund 66 Millionen Euro, die vor allem kleine Unternehmen und besonders hart von der Pandemie getroffene Branchen unterstützen soll. Die Neuregelungen umfassen etwa 62.000 noch offene Fälle, für die Entlastungen in Höhe von insgesamt 57 Millionen Euro vorgesehen sind. Zudem kommen rund 20.000 bereits abgeschlossene Fälle für Teil-Erlasse und Streichungen nach § 59 der Landeshaushaltsordnung (LHO) infrage.
Rund 3.262 Fälle, in denen sich Corona-Soforthilfen und Überbrückungshilfe I überschneiden, erhalten Unterstützung in Höhe von 9 Millionen Euro. Bei weiteren 1.100 laufenden Rechtsstreitigkeiten könnten gütliche Einigungen im Rahmen der neuen Maßnahmen erzielt werden.
Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori erklärte, die Anpassungen würden die wirtschaftliche Situation der Unternehmen während der Krise besser berücksichtigen. Der Bund werde entgangene Einnahmen für seinen Anteil ausgleichen, während das Land etwa 20 Millionen Euro an Mindereinnahmen tragen werde.
Das Regierungspräsidium (RP) wird alle betroffenen Unternehmen über die Änderungen informieren. Ein Mini-Portal zur Dateneingabe für Antragsteller, das vom RP Kassel betrieben wird, ist bereits freigeschaltet. Wer jedoch unberechtigt oder in böser Absicht Hilfen beantragt hat, muss die Gelder zurückzahlen.
Das Entlastungspaket soll Unternehmen, die sich noch von den Folgen der Pandemie erholen, gezielt unterstützen. Mit den versandten Benachrichtigungen und dem bereits aktiven Portal können Betroffene bald die benötigte Hilfe in Anspruch nehmen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, anhängige Fälle zu klären und gleichzeitig eine faire Verteilung der Mittel sicherzustellen.






