Hessen glänzt mit Sprachförderung und niedrigen Schulabbrecherquoten im neuen Bildungsbericht
Liesbeth KuhlHessen glänzt mit Sprachförderung und niedrigen Schulabbrecherquoten im neuen Bildungsbericht
Der aktuelle Bildungsbericht, der alle zwei Jahre erscheint, hebt die Erfolge Hessens bei der Förderung junger Lernender hervor – insbesondere durch seine Sprachprogramme. Die Studie wurde in Berlin von Bundesbildungsministerin Karin Prien präsentiert und vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation koordiniert.
Besonders gelobt werden Hessens verpflichtende vorkindliche Deutschkurse, die sich durch hohe Wirksamkeit auszeichnen. Diese Kurse, die im Rahmen einer umfassenden Strategie 2002/2003 eingeführt und 2021/2022 verbindlich gemacht wurden, richten sich an Kinder mit Sprachdefiziten ein Jahr vor der Einschulung. Aktuell besuchen rund 17.000 Kinder diese Angebote – das entspricht fast einem Drittel des kommenden Erstklässler-Jahrgangs.
Der Bericht verweist zudem auf die starken Bildungserfolge Hessens: Im Schuljahr 2024/2025 wies das Land mit 6,3 Prozent die niedrigste Quote an Schülerinnen und Schülern ohne Hauptschulabschluss auf. Zudem ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg dort schwächer ausgeprägt als in den meisten anderen Bundesländern. Hessen führt auch bei der Unterstützung ausländischer Berufsschüler, die eine Hochschulzugangsberechtigung erwerben möchten.
Angesichts der Tatsache, dass 39 Prozent der Bevölkerung und über 50 Prozent der unter 18-Jährigen einen Migrationshintergrund haben, scheint Hessens Investition in Sprachförderung eine Schlüsselrolle für diese Erfolge zu spielen.
Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht unterstreicht, wie sich die langjährigen Sprachprogramme Hessens auf Bildungsgerechtigkeit und schulische Leistungen auswirken. Diese Maßnahmen tragen zu niedrigeren Abbrecherquoten und besseren Chancen für Kinder und Jugendliche aus vielfältigen Herkunftsfamilien bei.






