Hessen startet Online-Antrag für Opfer von Gewalt und Menschenhandel
Malte KrauseHessen startet Online-Antrag für Opfer von Gewalt und Menschenhandel
Hessen führt Online-Antrag für Opfer sexualisierter Gewalt, häuslicher Misshandlung und Menschenhandels ein
Ein neuer digitaler Service ermöglicht es Opfern sexualisierter Gewalt, häuslicher Gewalt und Menschenhandels in Hessen, ab sofort Sozialentschädigung online zu beantragen. Die Plattform, die in Zusammenarbeit mit Landesbehörden entwickelt wurde, bietet rund um die Uhr Zugang von zu Hause aus. Hessen ist damit nach Schleswig-Holstein das zweite Bundesland, das dieses System einführt.
Der Online-Antrag wurde im Rahmen einer gemeinsamen Initiative der Bezirksregierung Gießen und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration gestartet. Ziel des Dienstes ist es, den Zugang zu medizinischer Versorgung, psychologischer Betreuung und finanzieller Unterstützung für Betroffene schwerer Straftaten zu erleichtern.
Antragstellende können ihre Ansprüche nun jederzeit einreichen, ohne persönlich eine Behörde aufsuchen zu müssen. Die Plattform enthält zudem einen Sozialleistungsfinder, mit dem Nutzer:innen prüfen können, ob sie Anspruch auf weitere kommunale Hilfsangebote haben. Künftige Updates könnten das System auf weitere Sozialleistungen ausweiten.
Der digitale Service ist derzeit in Hessen und Schleswig-Holstein verfügbar; Daten zur Übernahme in anderen Bundesländern liegen noch nicht vor. Durch den Verzicht auf Präsenztermine soll die Unterstützung für besonders schutzbedürftige Gruppen leichter zugänglich werden. Ob weitere Regionen nachziehen werden, steht bisher noch nicht fest.






