Hessen sucht Vorbilder: 17.000 Euro für innovativen Tierschutz in der Landwirtschaft
Carolina SchleichHessen sucht Vorbilder: 17.000 Euro für innovativen Tierschutz in der Landwirtschaft
Hessisches Agrarministerium startet Bewerbungsaufruf für den Preis „Tierschutz in der Landwirtschaft“
Landwirte und Agrarbetriebe in Hessen sind aufgerufen, sich mit ihren Projekten für den mit insgesamt 17.000 Euro dotierten Wettbewerb zu bewerben. Die Auszeichnung würdigt vorbildliche Praxisbeispiele für artgerechte Tierhaltung und innovative Tierschutzmaßnahmen in der Region.
Prämiert werden Initiativen in vier zentralen Bereichen: innovative Bewirtschaftungsstrategien, bauliche Verbesserungen zum Tierwohl, Projekte zur Erhaltung seltener Nutztierrassen sowie Öffentlichkeitskampagnen. Vor der Einreichung müssen die Bewerber die Zustimmung aller beteiligten Personen einholen. Einsendeschluss ist der 1. September 2026.
Frühere Preisträger haben mit ihren Konzepten Maßstäbe gesetzt: Ein Milchviehbetrieb überzeugte mit geräumigen, gut belüfteten Ställen, eine Schweinehaltung erhielt Anerkennung für Stroheinstreu und Auslauf im Freien. Ein weiterer Preisträger, ein Züchter von Charolais-Rindern, punktete mit weidebasierter Aufzucht und betäubungsschlachtungsfreundlichen Methoden vor Ort.
Das Preisgeld kann für Projektkosten, die Erweiterung bestehender Maßnahmen oder als Anreiz für andere Betriebe genutzt werden. Ausführliche Bewerbungsrichtlinien und Formulare sind auf der Tierschutz-Seite des Ministeriums abrufbar.
Die Auszeichnung bietet nicht nur finanzielle Förderung, sondern auch öffentliche Anerkennung für vorbildlichen Tierschutz in Hessen. Die 17.000 Euro werden unter den Gewinnern aufgeteilt und können weitere Verbesserungen finanzieren oder zur Verbreitung bewährter Methoden beitragen. Das Ministerium ruft alle berechtigten Landwirte und Betriebe auf, sich bis zum Stichtag im September 2026 zu bewerben.






